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Nationale Weiterbildungsstrategie beschlossen

Bundesministerin Anja Karliczek und Bundesminister Hubertus Heil stellen gemeinsam die Nationale Weiterbildungsstrategie vor.
Bundesministerin Anja Karliczek und Bundesminister Hubertus Heil stellen gemeinsam die Nationale Weiterbildungsstrategie vor.© BMBF/Hans-Joachim Rickel

Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie legen Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam den Grundstein für eine neue Weiterbildungskultur. Damit gibt es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine nationale Weiterbildungsstrategie.

Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie bündeln Bund, Länder, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit ihre Anstrengungen für Weiterbildung und Qualifizierung. Die Strategiepartner richten die Weiterbildung in Deutschland so aus, dass der Strukturwandel erfolgreich gestaltet werden kann, für jede und jeden Einzelnen als auch für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt. Sie setzen sich damit auch für eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland ein, die Weiterbildung als selbstverständlichen Teil des Lebens versteht. Auf diese Weise sollen alle Erwerbstätigen der Gegenwart und Zukunft dabei unterstützt werden, ihre Qualifikationen und Kompetenzen im Wandel der Arbeitswelt weiterzuentwickeln.

Mit dem Fokus auf berufliche Weiterbildung werden die Strategiepartner Weiterbildungsangebote sowie Fördermöglichkeiten für alle transparenter und leichter zugänglich machen sowie erweitern. Personengruppen mit einer unterdurchschnittlichen Weiterbildungsbeteiligung sollen eine besondere Unterstützung erfahren, ebenso kleine und mittlere Unternehmen, die keine großen Personalabteilungen haben, um Weiterbildungskonzepte zu entwickeln.

BMBF plant eine Qualifizierungsinitiative für das Berufsbildungspersonal

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) plant zudem eine Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel „Q 4.0“. Das geht aus dem Strategiepapier Punkt 9 „Das Personal in der Weiterbildung stärken und für den digitalen Wandel qualifizieren“ hervor (S. 20). Die Qualifizierungsinitiative soll einen Beitrag dazu zu leisten, das Berufsbildungspersonal – darunter auch Weiterbildnerinnen und Weiterbildner – bei den mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen zu unterstützen und sie dafür zu qualifizieren. Durch innovative Aus- und Weiterbildungsformate sollen ihre Medien- und IT-Kompetenz sowie ihre Fähigkeit zur inhaltlichen Anpassung des Ausbildungsprozesses an den digitalen Wandel gesteigert werden.

Gemeinsam mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern wird geprüft, ob die Qualifizierungsformate perspektivisch als anerkannte Zusatzqualifikationen bzw. Weiterbildungsbausteine breitenwirksam angeboten werden bzw. in mögliche Überlegungen zur Anpassung der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) einfließen.

Weitere Informationen

BMBF-Pressemitteilung 63/2019

Strategiepapier „Nationale Weiterbildungsstrategie“ als PDF-Datei zum Download

Die Nationale Weiterbildungsstrategie ist ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages und ein inhaltlicher Schwerpunkt der Fachkräftestrategie der Bundesregierung. Die Partner der Nationalen Weiterbildungsstrategie werden diese im kontinuierlichen Austausch umsetzen. In einem Gremium, das regelmäßig tagt, werden die Umsetzungsaktivitäten koordiniert und vernetzt. Im Jahr 2021 wird ein gemeinsamer Bericht vorgelegt werden, mit dem der Umsetzungsstand und die Handlungsziele der Nationalen Weiterbildungsstrategie überprüft und ggf. weiterentwickelt werden.