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Auslandserfahrung für Azubis: EU-Programm Erasmus+ wird ausgeweitet

Auslandsaufenthalt
© XtravaganT - Fotolia.com

Die für Bildung zuständigen Ministerinnen und Minister der Europäischen Union wollen die Mittel für das EU-Programm Erasmus+ deutlich aufstocken, um mehr Studierenden, Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern sowie Fachkräften im Bildungs- und Jugendbereich wertvolle Lernerfahrungen durch einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Deutschland ergänzt die europäischen Anstrengungen mit dem Programm „AusbildungWeltweit“.

Mit dem EU-Programm Erasmus+ konnten in den vergangenen 30 Jahren mehr als zehn Millionen Menschen in persönlicher und beruflicher Hinsicht wertvolle Auslandserfahrungen sammeln und so neue Horizonte öffnen und Kompetenzen erweitern, die in der Lebens- und Arbeitswelt zunehmend gefragt sind. Laut einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beauftragten Studie absolvieren heute bereits 5,3 Prozent der Auszubildenden einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland und steigern dadurch ihre Motivation und Verantwortungsbereitschaft, erweitern ihre Fremdsprachenkenntnisse und erhöhen die Offenheit für andere Kulturen und Perspektiven.

Durch das neue nationale Programm „AusbildungWeltweit“ will das BMBF die Zahl der Azubis, Ausbilderinnen und Ausbilder, die wertvolle Auslandserfahrung sammeln, weiter erhöhen. Die Attraktivität des international sehr anerkannten deutschen Systems der beruflichen Bildung soll so zusätzlich gestärkt werden, wie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek mitteilte.

Erasmus+ und AusbildungWeltweit

Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. 2021 startet eine neue Programmgeneration, für die die Europäische Kommission Ende Mai 2018 einen Vorschlag vorgelegt hat. Am 26.11.2018 hat der EU-Bildungsministerrat eine „teilweise allgemeine Ausrichtung“ zum neuen Erasmus+ Programm verabschiedet.

AusbildungWeltweit ist ein nationales Programm zur Förderung von Auslandsaufenthalten für Auszubildende sowie Ausbilderinnen und Ausbilder. Das Förderprogramm ermöglicht u.a. Auslandspraktika für Auszubildende auf der ganzen Welt. Ausgenommen sind nur die derzeit 33 europäischen Länder, die durch Erasmus+ abgedeckt sind, sowie Länder, für die das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen hat. Die Förderdauer für Auszubildende beträgt drei Wochen bis drei Monate.

Weitere Informationen

5,3 Prozent der Auszubildenden sammeln Auslandserfahrung

Quelle: Pressemitteilung des BMBF vom 26.11.2018