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Erfolgsmodell duale Ausbildung weiter stärken: Allianz richtet Ziele und Maßnahmen neu aus

Vertreter der Allianz für Aus- und Weiterbildung im BMWi
© BMWi/Susanne Eriksson

Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Wirtschaftsverbände BDA, BFB, DIHK und ZDH, von Gewerkschaften und Ländern haben am 26. August 2019 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021 unterzeichnet. Mit der Erklärung bekennen sich die Unterzeichner zu einer starken beruflichen Bildung und richten die Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen dafür neu aus.

Das Ende 2014 gegründete Bündnis setzt sich dafür ein, die Attraktivität, Qualität und Leistungsfähigkeit sowie die Integrationskraft der beruflichen Bildung weiter zu stärken. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung trägt als zentrale politische Plattform mit ihren Empfehlungen und Maßnahmen sowohl zur Fachkräftesicherung für den Wirtschaftsstandort Deutschland als auch zur erfolgreichen Teilhabe von jungen Menschen am Arbeitsleben bei. Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung handeln gemeinschaftlich sowie durch eigene Beiträge. Ihre bisher vereinbarten Ziele und in den letzten Jahren angestoßenen Maßnahmen werden die Partner ergänzend zu dieser Vereinbarung weiter verfolgen.

Aktuelle Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt

Den Betrieben fällt es in mehreren Branchen und Regionen zunehmend schwer, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Gleichzeitig gelingt einem Teil der Jugendlichen der Übergang von der Schule in die Ausbildung nicht unmittelbar bzw. werden Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Dieses Spannungsverhältnis will die Allianz für Aus- und Weiterbildung weiter angehen. Zudem wird die Zielgruppe der dualen Ausbildung – von Jugendlichen mit Abitur bis hin zu Personen ohne Schulabschluss – zunehmend heterogener. Auch steht zu befürchten, dass die Zahl der Ungelernten ansteigt. Neben diesen Herausforderungen stellt die sich verändernde Arbeitswelt – insbesondere durch die digitale Transformation – neue Anforderungen an die duale Ausbildung, zum Beispiel an deren Inhalte, die Qualifizierung des Lehr- und Ausbildungspersonals sowie an die Ausstattung und Kooperation von Berufsschulen, Betrieben und überbetrieblichen Bildungseinrichtungen.

Übergeordnete Ziele der neu ausgerichteten Allianz für Aus- und Weiterbildung

Mit der neuen Erklärung haben sich die Partner auf zentrale Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen verständigt, um möglichst alle Menschen zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu bringen. Ziel ist, dass mehr Jugendliche einen betrieblichen Ausbildungsplatz finden und mehr Betriebe ihre Ausbildungsstellen besetzen können.

Die Mobilität von Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz soll durch verschiedene Maßnahmen unterstützt werden. Die Allianz für Aus-und Weiterbildung will zudem die berufliche Bildung mit ihren modernen Fortbildungsangeboten und Karrierewegen als gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung stärken.

Folgende zentrale Handlungsfelder wurden beschlossen:

  1. Mehr Betriebe und Jugendliche zusammenbringen und in der Ausbildung halten
  2. Attraktivität und Qualität der dualen Ausbildung weiter steigern; gemeinsam für berufliche Bildung werben
  3. Berufliche Fortbildung stärken und Höherqualifizierende/Höhere Berufsbildung voranbringen

Weitere Informationen

Download der neuen Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung als PDF-Datei

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 26.08.2019