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Duale Ausbildung wird wieder beliebter

Ausbildungssituation
© ehrenberg-bilder - Fotolia.com

Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mitteilt, ist die Zahl der neuen Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. Die Industrie- und Handelskammern verzeichnen im laufenden Jahr einen Anstieg um etwa 5000 Verträge, obwohl die Zahl der Schulabgänger und -abgängerinnen gesunken ist.

Nach Aussage von DIHK-Präsident Eric Schweitzer hätten sich 2018 mehr als 305.000 Jugendliche für eine duale Ausbildung in einem IHK-Betrieb entschieden. Dies belege, dass die Freude am sichtbaren Erfolg der eigenen Arbeit und die guten Zukunftschancen in den Unternehmen überzeugend seien.

Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung sei "nahezu eine Jobgarantie, denn insgesamt können derzeit nach DIHK-Schätzung rund 1,6 Millionen Stellen in den Unternehmen längerfristig nicht besetzt werden", so Schweitzer. Darüber hinaus böten insbesondere die Abschlüsse der Höheren Berufsbildung, also Meister oder Fachwirte, gute Verdienstmöglichkeiten, und sie schützten "noch besser vor Arbeitslosigkeit als ein Studium".

Der DIHK-Präsident verwies auf die attraktiven Zusatzangebote, die leistungsstarken Jugendlichen geboten würden – etwa Auslandsaufenthalte oder Zusatzqualifikationen. Darüber hinaus würden rund 80 Prozent der Unternehmen auch leistungsschwächeren Jugendlichen Ausbildungschancen bieten und sie ganz konkret in der Ausbildung unterstützen, etwa durch Nachhilfe oder Mentoring-Programme.

Insgesamt investiere die deutsche Wirtschaft jedes Jahr rund 23 Milliarden Euro in die Ausbildung ihrer künftigen Fachkräfte, betonte Schweitzer. Dieses finanzielle wie persönliche Engagement sei beachtlich. "Wir dürfen jedoch nicht nachlassen, mit Vorurteilen in den Köpfen vieler Schüler und Eltern aufzuräumen, und müssen die Berufliche Bildung immer wieder als interessante Alternative zum Studium herausstellen."

Quelle: DIHK