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Neue Ausbildung Präzisionswerkzeugmechaniker/-in

zwei Azubis bei der Arbeit
© ehrenberg-bilder - Fotolia.com

Die bisherige Berufsausbildung für Schneidwerkzeugmechaniker/-innen wurde gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien, den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung modernisiert und mit einer neuen Berufsbezeichnung versehen. Die Ausbildungsordnung tritt am 1. August in Kraft.

Präzisionswerkzeugmechaniker und -mechanikerinnen stellen u.a. Messer, Scheren, Bohr- und Fräswerkzeuge oder Sägeblätter her, halten sie instand und schleifen sie. Der modernisierte Ausbildungsberuf strukturiert sich in die Fachrichtungen „Zerspanwerkzeuge“ und „Schneidwerkzeuge“. Die neuen Fachrichtungen greifen die verschiedenen Werkzeugarten und die Ausrichtungen der Betriebe auf und ermöglichen so eine spezifische Ausbildung.

Die Modernisierung der bisherigen Ausbildung im Handwerksberuf Schneidwerkzeugmechaniker/-in war strukturell und inhaltlich erforderlich, um technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Veränderungen in der Berufspraxis sowie Entwicklungen in der Branche gerecht zu werden. Ausschlaggebend für die Modernisierung waren neue Anforderungen aufgrund von veränderten Verfahrenstechniken, modernen Maschinensystemen und neuen Werkstoffen. Die bisherige Struktur der klassischen Zwischen- und Gesellenprüfung wird durch die gestreckte Gesellenprüfung ersetzt.

Im Jahr 2016 erlernten insgesamt rund 200 Auszubildende den Beruf Schneidwerkzeugmechaniker/-in, 2017 wurden 69 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Übernahmeaussichten für Auszubildende sind sehr gut. Nach der Gesellenprüfung kann eine Weiterqualifizierung zum/zur Schneidwerkzeugmechanikermeister/-in oder zum/zur Staatlich geprüften Techniker/-in in den einschlägigen Fachrichtungen angeschlossen werden.

Die modernisierte Ausbildungsordnung und der darauf abgestimmte, von der Kultusministerkonferenz für den schulischen Teil der dualen Ausbildung erarbeitete Rahmenlehrplan lösen zum 1. August 2018 die bestehende Verordnung aus dem Jahr 1989 ab.

Weitere Informationen

www.bibb.de/neue-berufe

BIBB-Pressemitteilung vom 19.07.2018