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Virtuelle Realität in der beruflichen Bildung: BMBF fördert Forschungsprojekte

Azubis mit VR-Brillen
© Jacob Lund - Fotolia.com

Virtual Reality (VR)- und Augmented Reality (AR)-Technologien bieten das Potenzial, das praxis- und arbeitsplatznahe Lernen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung deutlich zu verbessern. Zusätzlich weiten sich mit der technischen Weiterentwicklung und den sinkenden Anschaffungskosten der Endgeräte die Einsatzmöglichkeiten von VR und AR derzeit rasant aus. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher Forschungsprojekte zur Entwicklung und Erprobung von VR- und AR-Technologien in der beruflichen Bildung. Die aktuelle Förderrichtlinie leistet einen Beitrag zur Modernisierung der beruflichen Bildung im Rahmen des Förderprogramms "Digitale Medien in der beruflichen Bildung".

Ausbildungs- und Lernprozesse in der realen Arbeitsumgebung – beispielsweise im Bereich von Maschinen und Anlagen – können nur sehr eingeschränkt möglich oder mit hohen materiellen oder körperlichen Risiken verbunden sein. Einzelne Bauelemente und innere Abläufe sind von außen oftmals nicht sichtbar oder die Maschinen und Anlagen stehen am konkreten Lernort nicht zur Verfügung. Eine fehlerhafte Bedienung kann zudem Schäden an der Maschine verursachen und somit zu hohen Kosten führen. VR- und AR-Technologien können dazu beitragen, praxisnahe Lern- und Arbeitserfahrungen in allen Bereichen der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen. Über kollaborative Anwendungsszenarien lässt sich zudem in der virtuellen und erweiterten Realität das gemeinsame Problemlösen auch in räumlich verteilten Teams einüben. Simulationen bieten außerdem die Möglichkeit der mehrfachen Wiederholung mit direkter visueller und auditiver Rückmeldung, wodurch ein Lernen aus Fehlern ohne Sorge vor realen Konsequenzen möglich ist. Da Lernende unter Beweis stellen müssen, dass sie Lerninhalte anwenden, Situationen richtig analysieren und kollaborativ lösen können, stellen VR- und AR-Anwendungen zudem vielversprechende Mittel zur Überprüfung des Lernfortschritts dar.
Über neue VR- und AR-Lehr- und Lernkonzepte soll der Nutzen und der Mehrwert von VR- und AR-Technologien für die berufliche Aus- und Weiterbildung geprüft und aufgezeigt werden.

Bei der Entwicklung und Implementierung der VR-/AR-Lehr- und Lernkonzepte sind folgende vier Punkte zu berücksichtigen:

A. Der didaktisch-methodische Mehrwert des Lehr- und Lernkonzepts.
B. Die bedarfsorientierte, praktische Einsatzfähigkeit und Nachhaltigkeit des Lehr- und Lernkonzepts.
C. Die Gestaltung der Rahmenbedingungen bei der Implementierung in der Praxis.
D. Der Aufbau auf bereits bestehender Technologie (Software und Hardware).

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens zum 25. März 2018 zunächst Projektskizzen in elektronischer Form vorzulegen.

Weitere Informationen

Richtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten zur "Virtuellen und Erweiterten Realität (VR/AR) in der beruflichen Bildung" (VRARBB)