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Programm „Willkommenslotsen“: Bürokratielasten entfallen

Junger Geflüchteter
© Daniel Ernst - Fotolia.com

Im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Programm „Willkommenslotsen“ entfallen ab Oktober bürokratische Hürden. Ziel des Projektes ist es, junge Geflüchtete in Betriebe zu vermitteln.

Ab sofort müssen Betriebe, die Geflüchtete einstellen wollen, weder sogenannte De-minimis-, noch KMU-Erklärungen einholen. Dies kann nun nach Ansicht von Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), zu einer noch stärkeren Inanspruchnahme des Programms führen. Das Handwerk hatte sich für den Wegfall der bürokratischen Hürden eingesetzt, da nicht nachvollziehbar sei, warum ein Betrieb für die Integration eines Flüchtlings zunächst seine Bücher offenlegen solle.

Mit 1.930 Vermittlungen im ersten Halbjahr 2017 in Hospitationen, Praktika, Einstiegsqualifizierungen, Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisse in kleineren und mittelständischen Unternehmen war das Handwerk unter den Maßnahmeträgern überdurchschnittlich erfolgreich. Sieben der zehn erfolgreichsten Maßnahmeträger mit besonders hohen Vermittlungsergebnissen kommen aus dem Handwerk.

150 Willkommenslotsen, die bei Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft angesiedelt sind, unterstützen Betriebe dabei, Fachkräfte unter Flüchtlingen zu gewinnen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2017 bereits 4.245 Flüchtlinge in Betriebe vermittelt. Mehr als die Hälfte aller Vermittlungen erfolgte in Praktika und Einstiegsqualifizierungen.

Weitere Informationen

Pressemitteilung des ZDH vom 29.09.2017

Informationen zum Programm „Willkommenslotsen“