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Autorenprofile

Willfried Schreiber (geb. 1952)

Nach seinem Lehramtsstudium an der Gesamthochschule Duisburg begann er seine berufliche Laufbahn 1979 als Teamleiter beim ENAIP-Berufsbildungswerk in Moers. Zentraler Inhalt der berufsbildenden Arbeit war die Förderung und das Coaching von Jugendlichen. 1982 gründete er das IMBSE – Institut für Maßnahmen zur beruflichen und sozialen Eingliederung in der Form des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Moers. Als Geschäftsführer des IMBSE entwickelte Schreiber das IMBSE zu einem der größten Träger der Jugendberufshilfe am Niederrhein systematisch weiter. Ab 1985 war das IMBSE kontinuierlich Durchführungsträger von Modellversuchen zur beruflichen Bildung und Willfried Schreiber Leiter zahlreicher Projekte. Er ist Mitautor der IMBSE-Veröffentlichung „Der integrierte individuelle Förderplan“1 aus dem Jahr 1999, in dem eine für die sogenannte „Benachteiligtenförderung“ wesentliche Grundlage der pädagogischen Reflexion und Dokumentation von Förderprozessen gelegt wurde.

Ebenfalls von Bedeutung für die Belange der außerschulischen Berufsbildung sind die Ergebnisse eines Modellprojektes des BMAS „START – Stärken ausprobieren, Ressourcen testen“ in den Jahren 1998 bis 2001, in der Schreiber die Position des strategischen Projektleiters bekleidete. In diesem Modellvorhaben wurden in enger Zusammenarbeit mit der Universität Amsterdam für mehr als 20 Berufsfelder Assessmentübungen entwickelt, erprobt, durchgeführt und evaluiert. Die im Zuge dieser Aktivitäten definierten Qualitätsmerkmale für die Durchführung von Assessmentcenterverfahren im Übergang Schule/Beruf haben die Qualitätsstandards des BIBB2 bezogen auf Assessmentcenter wesentlich beeinflusst.

Seit 2001 ist Willfried Schreiber Geschäftsführer der IMBSE GmbH – Institut für berufliche und soziale Entwicklung – mit Sitz in Krefeld. Im Rahmen weiterer europäischer Modellvorhaben in der Gemeinschaftsinitiative EQUAL war er auch in transnationalen Entwicklungspartnerschaften (u. a. „rjm – Regionales Job Mentoring in der Region Westmecklenburg“) projektleitend für die erfolgreiche Durchführung und Dokumentation von auf Arbeitsmarktintegration gerichteten Vorhaben verantwortlich.

Aktuell gehört Willfried Schreiber im Zuge des bmbf-Projektes „blink – berufsbezogen lernen inklusiv“ zur Projektleitung eines im Juni 2016 gestarteten Vorhabens im Themenfeld der Digitalisierung in der beruflichen Bildung.3

 

Harald Maaßen (geb. 1966)

Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Robert Bosch GmbH absolvierte er ein Studium zur Sozialpädagogik an der Hochschule Niederrhein.

Er begann seine berufliche Laufbahn als Ausbildungscoach in einem berufsvorbereitenden Lehrgang. Anschließend war er Teil eines Teams, das im Rahmen der transnationalen Projektlinie „Youthstart“ niederschwellige Ausbildungs- und Arbeitsmarktzugänge für Jugendliche gestaltete und dies vor dem Hintergrund eines intensiven Austausches mit europäischen Kooperationspartnern. Die dort gemachten Erfahrungen mündeten in der Veröffentlichung des Sammelbandes „DocBrown, die Power-Girls und der Rap der Moccas – niederschwellige Angebote am IMBSE“4

Als Leiter des Projektes „ABI – Ausbilden Betriebe integrieren“ wurden migrationserfahrene Unternehmen in der Region des Niederrheins in Kooperation mit den zuständigen Kammern über Möglichkeiten der Durchführung betrieblicher Ausbildung beraten und bei der Erlangung der Ausbildungsberechtigung unterstützt5. Ein auf migrationserfahrene Unternehmer/-innen zugeschnittener Ausbilderkurs bereitete auf die Prüfung zur Erlangung der Ausbildereignung vor. Beide Projekte „Ausbildungsberatung“ und „Ausbildung der Ausbilder“ wurden im Rahmen des BMBF Programms „Jobstarter“ wissenschaftlich begleitet.

Die eigene Beratungsqualität erweiterte Herr Maaßen berufsbegleitend in einem Masterstudiengang zur Supervision.6 Parallel erweiterten sich Spektrum und Zahl der kooperativen Ausbildungen, mittlerweile an drei Standorten auf über 40 Berufe und 250 Auszubildende. Als Teil der Ausbildungsleitung wurde ein Netzwerk mit mittlerweile über 800 Kooperationsbetrieben geschaffen. Herr Maaßen wirkt seit mehreren Jahren in Prüfungsausschüssen kaufmännischer Ausbildungen der IHK Niederrhein mit.

 

Wolfgang Reichelt (geb. 1956)

Nach seinem Studium (Dipl. Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg) war Wolfgang Reichelt (59) zunächst beim Institut für Modelle beruflicher und sozialer Entwicklung (IMB-SE) tätig, davon mehrere Jahre als Bereichsleiter und von 1993 bis 2000 als Geschäftsführer. In den 1990er-Jahren war er unter anderem Mitglied der Expertengruppe im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie des European Monitoring Center on Change in Dublin sowie Mitglied verschiedener Beraterkommissionen der EU, unter anderem der Kommission „Multimedia Educational Software“. Im Jahr 2001 gründete er die Medienagentur thinkhouse GmbH, die seit 2011 als DEKRA Media GmbH zur DEKRA SE gehört. Neben der Geschäftsführung von DEKRA Media ist er seit 2013 auch Mitglied der Geschäftsleitung der DEKRA Akademie Gruppe.

Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt seit über 30 Jahren in der Entwicklung medienbasierter Lernsysteme und der Konzeption von Lerntechnologien. Seine zahlreichen Publikationen befassen sich mit den theoretischen und anwendungsbezogenen Grundlagen von kollaborativem und medienbasiertem Lernen7.

Sein Wissen und seine Erfahrungen sind in viele Beratungs- und Entwicklungsprojekte bei großen Unternehmen wie beispielsweise der Metro Group oder auch an Hochschulen eingeflossen.

Aktuell beschäftigt er sich mit der Entwicklung von mediengestützten Weiterbildungslösungen im Arbeitsschutz und mit innovativen Lernlösungen für spezielle Zielgruppen der betrieblichen Ausbildung, wie beispielsweise Migranten.

 

Stefan Mühler (geb. 1972)

Nach seinem Studium an der Bonner Friedrich-Wilhelms-Universität (Linguistik/Medienwissenschaft, Jurisprudenz) absolvierte Stefan Mühler ein journalistisches Volontariat in New York. Von 2002 bis 2007 arbeitete er als Redakteur und Chef vom Dienst für ein Bonner Medienmagazin. Als PR-Consultant beriet er darüber hinaus vor allem IT-Unternehmen, unter anderem SAP und Microsoft Deutschland, und war Co-Autor mehrerer Studien zur Medienwirkungsforschung, unter anderem zur US-Wahl 2004 für Spiegel Online. 2007 wechselte er als Verlagsmanager zum BrunoMedia Buchverlag und machte sich 2009 als Buchredakteur, Fachautor und Lektor selbstständig. In dieser Zeit verantwortete er unter anderem die Redaktion so erfolgreicher Titel wie der „re:think CEO“-Reihe in Zusammenarbeit mit Roland Berger oder der Bestseller-Serie „Opa – das kannst Du auch“.

Seit 2010 ist Stefan Mühler für DEKRA Media (ehemals thinkhouse) tätig, war zunächst Stellvertretender Leiter für Content-Entwicklung und übernahm 2012 den Aufbau und die Leitung des neu hinzugekommenen Verlagsgeschäfts. Seitdem entstanden im DEKRA Media Verlag mehr als fünfzig Lehr- und Lernbücher sowie zahlreiche Unterrichtspräsentationen, Informationsbroschüren und Kataloge. Als Autor und Redakteur ist er seit einigen Jahren auf Themen der Erwachsenenqualifizierung spezialisiert und publiziert fachlich vor allem in den Bereichen Logistik und Arbeitsschutz, zuletzt auch verstärkt zum Thema Berufsintegration und Migration. Darüber hinaus unterstützt er die Kommunikationsabteilung des DEKRA Konzerns regelmäßig mit Nachrichten und Beiträgen für Fachzeitschriften.

 

Martin Pfaff (geb. 1953)

Nach dem 2. Staatsexamen für die Sekundarstufe I mit dem Fächern Deutsch und Kunsterziehung hat Martin Pfaff zunächst als Lehrer in Hauptschulabschlusskursen für junge Migranten und als Projektleiter in einem multikulturellen Zentrum gearbeitet. 1990 absolvierte er eine Weiterbildung im Bereich Computergrafik und -design. Ab 1991 war er bei der GIP am IMBSE beschäftigt, zunächst mit dem Arbeitsschwerpunkt Design und Entwicklung von Lehrmaterialien, später in der Projektierung und Realisierung der GIP-Medienschule. Mit der Produktionsleitung in einem Lernsoftware-Projekt verlagerte sich 1995 sein Arbeitsschwerpunkt in den Bereich Medienentwicklung. In der Folgezeit zählten zu seinen Aufgaben Entwicklung, Design sowie Administration von internetbasierten Lernumgebungen und Learning-Communities. U. a. ist er mitverantwortlich für die Projektierung der Ausbilderplattform foraus.de. 2001 gründete er als Mitgesellschafter die Medienagentur thinkhouse GmbH, die seit 2011 als DEKRA Media GmbH zur DEKRA SE gehört. Seit 2004 liegt der Arbeitsschwerpunkt im Projektmanagement und der Redaktion von Internetplattformen von Kunden und DEKRA Akademie-Webpräsenzen. Hierzu gehören auch die Entwicklung von Lernbausteinen sowie die Konzeption und Durchführung von Online-Seminaren für foraus.de.

  • 1 „Der integrierte Förderplan des IMBSE“, ISBN-10 3980247627.
  • 2 Siehe auch „Good Practice Center“ des BIBB unter START Asessment Center – STärken Ausprobieren – Ressoucen Testen.
  • 3 Siehe auch: www.qualifizierungdigital.de.
  • 4 „DocBrown, die Power-Girls und der Rap der Moccas - niederschwellige Angebote am IMBSE“, hrsg. vom IMBSE e.V., Moers 1999, ISBN 3-9802476-3-5.
  • 5 Zur Verbesserung der Beratungsqualität der im Projekt eingesetzten Jobcoaches führte Herr Maaßen als Lehrbeauftragter der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Niederrhein Beratungsseminare für Studierende durch.
  • 6 Masterstudiengang Supervision am Institut für Beratung und Supervision (IBS) in Kooperation mit der evangelischen Fachhochschule Freiburg, Abschluss: Master of Arts: Supervision, Masterthesis: Supervision und Systemtheorie – Eine einführende Untersuchung zur Form der Supervision, 2010, VDM-Verlag.
  • 7 Reichelt, W./Paine, N. et al (2015): Learning Insights – Neuroscience. Verlag DEKRA Media GmbH (E-Book)
    Flasdick, J./Heddergott, K./Reichelt, W./Zitzen, M. (2004): Ergebnisbericht zur Studie „E-Learning – Status und Empfehlungen für KMU in NRW“. Eine Untersuchung zur Verbreitung und Anwendung von E-Learning in kleinen und mittleren Unternehmen in NRW. Essen/Mönchengladbach.
    Reichelt, W. (2004) 1. Knowledge Communities – ein integrierter Ansatz für das mediengestützte Wissensmanagement und virtuelle (Lern)Plattformen für die Weiterbildung
    2. Knowledge Communities: Entwicklungspotenziale und -bedingungen virtueller Gemeinschaften
    In: Kommunizieren und Ler-nen in virtuellen Gemeinschaften. Berichte zur beruflichen Bildung. Bd. 261, Bielefeld, 2004
    Reichelt, W. (2004): Erfolgsbedingungen virtueller Lern- und Wissensgemeinschaften – Erfahrungen aus der Entwicklung und dem Betrieb von Knowledge Communities. In: Online-Communities – Chancen für informelles Lernen und Arbeiten, Zinke, G./Fogolin, A. (Hg.), Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn, 2004, S.71–88
    Reichelt, W. (Hg.) (2004): E-Learning im Unternehmen. Ein Ratgeber für Entscheider und Interessierte. Mönchengladbach.
    Reichelt, W. (2003): Die „Werkzeugkiste“ für den Pilotierungs- und Entwicklungsprozess sowie E-Learning Management. In: Tagungsband zum REFA-Kongress Arbeitsorganisation 2003, REFA-Bundesverband e. V. (Hg.), Darmstadt, 2003, Beitrag Nr. 9.
    Reichelt, W. (2002): Lernen im Netz und mit Multimedia – Status quo und Herausforderung. Handreichung aus der Europäischen Gemeinschaftsinitiative ADAPT im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit, Mönchengladbach.
    Reichelt, W. (2001): Virtuelle Lernarchitekturen – Ergebnisse einer Fallstudienreihe In: BiBB Berichte zur beruflichen Bildung, Heft 242, Schlottau, Hensge (Hg), Lehren und Lernen im Internet, Organisation und Gestaltung virtueller Zentren, Bielefeld, 2001, S.63–122.
    Reichelt, W./Zitzen, M. (2000): Von virtuellen Lernräumen zu Knowledge Communities. In: Scheuermann, F., Campus 2000 – Lernen in neuen Organisationsformen, Münster, S. 311–325.