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31 Prozent der Betriebe können ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen

Azubi gesucht
© Yvonne Weis - Fotolia.com

Laut den Ergebnissen der neuen Ausbildungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat sich der Anteil der Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können, in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Wie aus der Online-Erhebung, an der sich bundesweit 10.561 Unternehmen beteiligt hatten, hervorgeht, hat fast jeder zehnte Ausbildungsbetrieb noch nicht einmal eine einzige Bewerbung erhalten. DIHK-Präsident Eric Schweitzer warnte vor einer „gefährlichen Entwicklung“, denn fehlende Fachkräfte bedeuteten weniger Wachstum und Wohlstand. So sei der Fachkräftemangel bereits heute für jedes zweite Unternehmen ein Geschäftsrisiko.

Schweitzer betonte, dass mehr für die duale Ausbildung getan werden müsse. Es sei zwar ermutigend, dass sich zuletzt sowohl die G20-Staatschefs als auch die politischen Parteien in Deutschland vor der Bundestagswahl sehr positiv zur Beruflichen Bildung geäußert hätten, doch sei dies nicht ausreichend. Die Diskussion über die Alternative Ausbildung oder Studium sei "falsch gestellt", so Schweitzer. Entscheidend sei vielmehr, welche Qualifikationen in den Betrieben und am Arbeitsmarkt in Zukunft gebraucht würden.

Auch Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK, verwies auf die Herausforderung, welche die seit Jahren rückläufigen Bewerberzahlen in der Beruflichen Bildung für alle Beteiligten bedeuten. Er betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller Akteure vor Ort, um gemeinsam die vorhandenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Beispielsweise wünschten sich knapp zwei Drittel der Betriebe eine noch intensivere Kommunikation mit den Berufsschulen. Auch müssten die Berufsschulen im Rahmen der Digitalisierungsstrategien von Bund und Ländern einen besonderen Stellenwert einnehmen. "Nur, wenn die Berufsschulen für die Digitalisierung gerüstet sind, sind die jungen Fachkräfte am Ende ihrer Ausbildung den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gewachsen.", so Dercks.

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Pressemitteilung des DIHK