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Ausbildung für Klavier- und Cembalobauer/-innen modernisiert

Klavierbau
© Sebastiano Fancellu - Fotolia.de

Zusammen mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das BIBB im Auftrag der Bundesregierung die Berufsausbildung für den Traditionsberuf aktualisiert. Neue Ausbildungsinhalte sollen unter anderem verstärkt auf eine selbstständige Tätigkeit vorbereiten.

Klavier- und Cembalobauer/-innen müssen sehr perfektionistisch arbeiten, denn bereits kleinste Abweichungen bei der Holzbearbeitung können den Ton eines Klaviers oder eines Cembalos verfälschen. Wer den Beruf erfolgreich auszuüben möchte, benötigt daher ein sehr gutes Gehör, viel Fingerspitzengefühl und großes handwerkliches Geschick. Um die Klangqualität des fertigen Instruments prüfen und stimmen zu können, ist es darüber hinaus von Vorteil, die Instrumente selbst spielen zu können.

Neben dem handwerklichen Instrumentenbau legt die Ausbildung viel Wert auf die Vermittlung von Kompetenzen zum Reparieren von Instrumenten und Kalkulieren von Reparaturarbeiten. Auch das eigenständige Führen von Kundengesprächen und deren Beratung sind wichtige Ausbildungsinhalte. Neu in der Ausbildungsordnung ist auch die Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln, um auf eine spätere Selbstständigkeit vorzubereiten.

Die modernisierte Ausbildungsordnung ersetzt die über 35 Jahre alte Vorgängerregelung und tritt zum 1. August in Kraft.

Weitere Informationen

BIBB-Pressemitteilung vom 18.07.2017