X
Logo

Ausbildungsordnung für Bürsten- und Pinselmacher/-innen neu geordnet

Bürsten- und Pinselmacherin bei der Arbeit
© da Vinci, Nürnberg

Bürsten und Pinsel werden überall benötigt: Im Alltag, in der Kunst, beim Wohnungsanstrich oder bei der Körperpflege. Handwerklich hochwertige Exemplare der über 1000 verschiedenen Bürsten- und Pinselsorten werden von Bürsten- und Pinselmacherinnen und -machern hergestellt. Deren Ausbildung hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jetzt im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis auf den neuesten Stand gebracht.

Die modernisierte Ausbildungsordnung berücksichtigt unter anderem neue Fertigungsverfahren und erhöhte Anforderungen an die Produkte in Bezug auf Sicherheit und Nachhaltigkeit. Sie sollen nicht nur strapazierfähig und gut zu handhaben sein, sondern höchsten Ansprüchen genügen, insbesondere im Künstlerbedarf.

Die Produkte werden aus Tierhaaren, Naturborsten, pflanzlichen oder synthetischen Fasern gefertigt, die in Holz oder Kunststoffe eingefügt werden. Zwar kommt der weitaus größte Teil der Bürsten- und Pinselproduktion aus deutschen Industriebetrieben oder wird importiert, es gibt aber auch anspruchsvolle Interessenten, die Wert auf hochwertige, handwerklich hergestellte Produkte legen.

Die Ausbildung zum/zur Bürsten- und Pinselmacher/-in wird sowohl von Handwerks- als auch von Industriebetrieben angeboten. Die Auszubildenden erlernen die verschiedenen Bürsten- und Pinselarten und ihren Verwendungszweck, sie werden mit den unterschiedlichen handwerklichen und/oder industriellen Verarbeitungstechniken und mit den Maschinen und Werkzeugen vertraut gemacht, die für die Herstellung benötigt werden. Die neue Ausbildungsordnung unterscheidet nicht mehr nach Fachrichtungen, sondern legt die Bürsten- und die Pinselherstellung als jeweils eigenständigen Schwerpunkt fest. Sie tritt am 1. August in Kraft.

Weitere Informationen

BIBB-Pressemitteilung vom 14.07.2017