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Modernisierte Ausbildung für Biologiemodellmacher/-innen

Modell einer Wirbelsäule
© okrasyuk - Fotolia.com

Biologiemodellmacher/-innen fertigen anatomische, botanische und zoologische Lehr- und Demonstrationsmodelle sowie medizinische "Übungsphantome", also künstliche Körper, zu Übungszwecken an. Im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das BIBB die Ausbildung für den traditionellen Beruf neu geordnet.

Auszubildende in diesem bereits seit 1938 bestehenden Beruf lernen alles über die Herstellung der Modelle, das Retuschieren von modellspezifischen Rohlingen, das Verbinden von Modellteilen sowie über deren Zusammenbau zu Modellen. Sie gestalten die Modelle mit verschiedenen Mal- und Auftragetechniken und führen Reparaturarbeiten aus. Ständige Qualitätskontrollen begleiten den Herstellungsprozess.

Die Herstellung und Reparatur der Modelle erfordert einen hohen Aufwand an spezialisierter und reiner Handarbeit. Bis ins kleinste Detail werden die Modelle und "Übungsphantome" streng in Anlehnung an naturwissenschaftliche Vorgaben in Form, Funktion, Zerlegbarkeit und Ästhetik angefertigt. Dies setzt neben einem ausgeprägten handwerklichen Geschick auch technisches Verständnis und gute Biologiekenntnisse voraus. Die so entstandenen Produkte werden weltweit vermarket und kommen überwiegend in Schulen, Universitäten, Ausbildungseinrichtungen und Museen zum Einsatz.

Die modernisierte Ausbildungsordnung berücksichtigt sowohl traditionelle Herstellungsverfahren als auch technologische Weiterentwicklungen und tritt zum 1. August in Kraft.

Weitere Informationen

BIBB-Pressemitteilung vom 13.07.2017