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„Berufsbildung ohne Grenzen“ – Mobilitätsberatung an den Kammern unterstützt auch Berufsbildungspersonal

© DOC RABE Media - Fotolia.com

Immer mehr deutsche Betriebe sind im Exportgeschäft und auf internationalen Märkten tätig und kooperieren mit internationalen Unternehmen. Diese Entwicklung stellt gerade kleine und mittlere Betriebe, Ausbildende und Auszubildende vor neue Herausforderungen. Um diese meistern zu können, braucht es internationale Erfahrung, interkulturelle Kompetenz und Fremdsprachenkenntnisse.

Auslandspraktika in der beruflichen Bildung eignen sich sehr gut für den Erwerb dieser Kompetenzen und letztendlich, um fit zu werden für den Arbeitsmarkt und die Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft.

Dabei zeigen jedoch insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen großen Bedarf an professioneller Beratung und Unterstützung, da ihnen häufig die zeitlichen und die personellen Ressourcen fehlen. Das betrifft vor allem auch die Suche nach Partnerbetrieben im Ausland und nach passenden Fördermitteln zur Finanzierung von Auslandsaufenthalten.

Hier unterstützt das Programm "Berufsbildung ohne Grenzen", das im Jahr 2009 gemeinsam von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) ins Leben gerufen wurde. Das Bundesprogramm zielte auf die Erhöhung grenzüberschreitender Mobilität von Auszubildenden und jungen Fachkräften durch ein flächendeckendes Beratungsangebot. Hierfür wurde ein Netzwerk von Mobilitätsberater/innen an den beteiligten Handwerks- und Industrie- und Handelskammern aufgebaut.

Zum 01.01.2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderung des Programms als einen Beitrag zur Allianz für Aus- und Weiterbildung übernommen. Inhaltlich begleitet und unterstützt wird das Netzwerkarbeit durch zwei Koordinierungsstellen, angesiedelt bei der DIHK Service GmbH und der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH).

Auch Ausbilderinnen und Ausbildern stehen verschiedene Möglichkeiten offen, um sich im Ausland beruflich weiterzubilden und sich für die aktuellen Herausforderungen in der Aus- und Weiterbildung zu qualifizieren. Dabei können sie internationale Kontakte knüpfen und gegebenenfalls sehen, wo ihre Auszubildenden während des Auslandsaufenthaltes arbeiten. Zudem dient das Auslandspraktikum der Weiterbildung, indem Bildungssysteme anderer Länder kennengelernt und verglichen werden können. Auch für solche Aufenthalte stehen Fördermittel über das EU-Bildungsprogramm Ersamus+ zur Verfügung.

Weitere Informationen

Webseite „Berufsbildung ohne Grenzen“ für Ausbilder und Berufsschullehrer

Flyer "Berufsbildung ohne Grenzen"