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Das Projekt DIGI-SEC

Digital Security: Digitalisierung in der Gebäudeleit-, Schließ-und Sicherheitstechnik

Ein Ausbilder erklärt am Bildschirm eine Gebäudesteuerung. Mittels PC, Smartphone, Tablet oder Fernbedienung können in verschiedenen Räumen Heizung, Licht oder Gefahrenmeldetechnik überwacht und gesteuert werden.
Ein Ausbilder erklärt am Bildschirm eine Gebäudesteuerung. Mittels PC, Smartphone, Tablet oder Fernbedienung können in verschiedenen Räumen Heizung, Licht oder Gefahrenmeldetechnik überwacht und gesteuert werden.© HWK Erfurt

Smart Homes und Smart Factories sind in der Gebäudeleit-, Schließ-und Sicherheitstechnik nicht mehr wegzudenken. Anwenderinnen und Anwender wünschen sich praktikable Lösungen, die sie an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten mittels App nutzen können. Gleichzeitig können digitale Prozesse genutzt werden, um Einbrüche oder Brände zu vermeiden, frühzeitig zu erkennen oder auf sie zu reagieren. Die innovative Gebäudeleittechnik ist neues Marktsegment für regionale Handwerksunternehmen und deren Kunden. Die regionalen klein-und mittelständischen Unternehmen benötigen jedoch gut qualifizierte Fachkräfte. Sie müssen sich mit den Spezialisierungen in der Gebäudeleit-, Schließ-und Sicherheitstechnik sowie mit digitalen Prozessen und neusten technologischen Entwicklungen auskennen.

Als etabliertes KomZet für Schließ- und Sicherheitstechnik wird die Handwerkskammer (HWK) Erfurt digitale Technologien und virtuelles Lernen in die überbetriebliche Ausbildung integrieren. Im Projekt DIGI-SEC nimmt sie die Gebäudeleittechnik in den Blick. Digitale Technologien und virtuelle Lehr-/Lernsettings sollen die Auszubildenden auf die Arbeitswelt vorbereiten.

Dazu erhebt die HWK Erfurt Bedarfe und Potenziale in ausgewählten Betrieben der Metalltechnik, der Elektrotechnik sowie der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Sie analysiert die Arbeitsprozesse, die Aktualität der verwendeten Curricula sowie die technologischen Entwicklungen auf detaillierter Ebene. Daraus erstellt die HWK Erfurt wirtschafts-und praxisnahe sowie multimediale Lehr-und Lernsettings für die Gebäude-, Schließ-und Sicherheitstechnik als ,,virtuelle Werkstatt". Zielgruppen sind dabei die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie die Auszubildenden. Jeweils unterschiedliche Qualifizierungskonzepte sind vorgesehen, um die beiden Zielgruppen in ihrer fachlichen Kompetenz und in ihrer Medienkompetenz zu fördern.

Die Konzepte erprobt die HWK Erfurt anschließend im Hinblick auf deren Praxistauglichkeit und Einsatz in den Lehrgängen in ihrem Berufsbildungszentrum. Die HWK Erfurt stellt ausgewählte Lernbausteine zu den entwickelten und erprobten Ausbildungsangeboten über eine Lernplattform auf www.foraus.de zur Verfügung.

Das Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung:

Mit dem Sonderprogramm beschleunigt das BMBF die Digitalisierung in der Fachkräfteausbildung. Es unterstützt die ÜBS dabei, digitale Ausstattung zu beschaffen. Zudem werden acht Pilotprojekte in KomZet gefördert. Sie identifizieren und analysieren Qualifizierungsbedarfe und entwickeln die überbetriebliche Berufsausbildung weiter, wo erforderlich. Ihre Erkenntnisse stellen sie anderen ÜBS zur Verfügung. Die Pilotprojekte laufen bis einschließlich Juni 2019.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) begleitet das Sonderprogramm im Auftrag des BMBF.

Ihr Kontakt bei Fragen zu den Pilotprojekten:
Frau Stefanie Weyh
Arbeitsbereich 3.4
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
+49 228 99666-1067
weyh@bibb.de

Der Projektpartner:
Handwerkskammer (HWK) Erfurt

Die HWK Erfurt ist eine von drei Kammern in Thüringen und betreut 14.500 Mitgliedsbetriebe. Im Kammerbezirk gibt es derzeit in allen Handwerksberufen rund 3.000 Auszubildende. Ein großer Teil davon besucht das Berufsbildungszentrum (BBZ) der HWK Erfurt zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU). Das BBZ verfügt über 40 modern ausgestattete Werkstätten mit 480 Ausbildungsplätzen und 240 Plätzen für die fachtheoretische Ausbildung. Im BBZ wird in zehn Gewerken ausgebildet, darunter Kraftfahrzeug-, Elektro-und Metalltechnik. Das Angebot beinhaltet neben der überbetrieblichen Lehrunterweisung auch Meisterkurse, Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler, Weiterbildungen für Fachkräfte, Bildungsmaßnahmen für die Bundesagentur für Arbeit sowie internationale Bildungsarbeit.