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Sonderprogramm zur Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten

Ausbilder arbeitet mit Azubis an einem Tablet Computer / © goodluz - Fotolia.com

Mit dem Sonderprogramm unterstützt das BMBF die Bildungsstätten dabei, digitale Geräte, Maschinen und Anlagen sowie Software anzuschaffen. Den jungen Menschen wird damit eine zukunftsfähige Qualifizierung ermöglicht. Gefördert werden zudem Pilotprojekte in acht Kompetenzzentren und ihre Vernetzung. Die Projektteams untersuchen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die überbetriebliche Ausbildung in verschiedenen Berufen. Sie erarbeiten innovative berufspädagogische Konzepte und tragen diese als Multiplikatoren in die Breite. Mit dem Sonderprogramm stellt das BMBF bis 2019 insgesamt bis zu 84 Millionen Euro zusätzlich bereit.

Das Netzwerk der acht Projektpartner

In Anlehnung an Schreier, C.: Digitalisierung in der Ausbildung: Überbetriebliche Ausbildungsstätten als Vorreiter. In: BWP 46 (2017) 2, S. 38-39

Hintergrund und Einordnung

Digitale Ausstattung

Eine moderne und hochwertige Ausbildung setzt gute Rahmenbedingungen voraus. Die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten müssen auch neueste technologische Entwicklungen in ihre Praxiskurse einbeziehen. Um diesen Prozess zu beschleunigen, unterstützt sie das BMBF bei der Anschaffung digitaler Ausstattung mit einem Zuschuss von 90 Prozent.

Was wird gefördert?

Die Liste förderfähiger digitaler Geräte, Maschinen, Anlagen und Programme enthält weit über hundert Einträge – vom Tablet bis zur computergesteuerten Holzzuschnittanlage, vom Melkroboter bis zur Software für die Ferndiagnose bei Autopannen, von der Digitalkamera bis zur Fernsteuerung gebäudetechnischer Anlagen.

Innovative Konzepte

Mit dem Sonderprogramm unterstützt das BMBF Pilotprojekte in acht Kompetenzzentren. Die Projektteams untersuchen, wie sich die Digitalisierung in ihrem Fachgebiet auf das berufliche Tätigkeitsprofil auswirkt und welche Anforderungen sich daraus für die Ausbildung ergeben. Sie analysieren berufliche Arbeitsprozesse und gleichen sie mit den aktuellen Lehrplänen ab. Die Neuerungen werden anschließend beispielhaft in der Praxis erprobt. Wo erforderlich, formulieren die Projektteams Empfehlungen für die Weiterentwicklung des jeweiligen Ausbildungsberufs.

Im Blickpunkt der Projekte stehen dabei auch die Anforderungen an neue Lehr- und Lernprozesse in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Wichtig ist dabei, die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie die Mitglieder der Prüfungsausschüsse einzubeziehen. Dasselbe gilt für die ausbildenden Betriebe und Berufsschulen. Die acht Kompetenzzentren arbeiten als Projektpartner eng zusammen.
Sie nutzen dabei Synergieeffekte und können berufeübergreifend voneinander profitieren. Ihre Kooperation trägt außerdem dazu bei, Erkenntnisse zu bündeln und neue Ideen und Konzepte auch für andere Berufsbildungsstätten zugänglich zu machen. Die Projektpartner werden ihre Erkenntnisse dazu auch gemeinsam im Internet präsentieren.