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Top-Chancen auf Ausbildung

© goodluz - Fotolia.com

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für Jugendliche so gut wie nie. Rechnerisch standen 100 ausbildungsplatzsuchenden Schulabgängerinnen und Schulabgängern 104,2 Ausbildungsangebote gegenüber. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge blieb mit 520.300 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Das sind Ergebnisse aus dem Berufsbildungsbericht 2017, der heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

"Jugendliche haben selten so gute Chancen auf einen interessanten Ausbildungsplatz und attraktive Berufsperspektiven gehabt wie heute. Die Praxisnähe, die guten Übergänge von der Ausbildung in Beschäftigung und die im EU-Vergleich geringe Jugendarbeitslosigkeit begründen den Erfolg und das auch international hohe Ansehen unseres dualen Ausbildungssystems. Es gibt allen Grund, die gesellschaftliche Wertschätzung der dualen Ausbildung wieder zu erhöhen", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Für viele Betriebe ist es schwieriger geworden, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein Indiz dafür ist der neue Höchststand von 43.500 bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten unbesetzten Ausbildungsstellen. Dem standen rund 20.600 unversorgte Bewerber gegenüber. Damit stellen Passungsprobleme zwischen Angebot und Nachfrage weiterhin eine zentrale Herausforderung dar. Zudem ist die Quote der Ausbildungsbetriebe erneut rückläufig und betrug 2015 20 Prozent.

Die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Übergangsbereich von der Schule in die Ausbildung ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Diese erwartete Zunahme ist im Wesentlichen auf Programme zum Erlernen der deutschen Sprache für jugendliche Geflüchtete und Zugewanderte zurückzuführen. Insbesondere das Berufsvorbereitungsjahr (+45,4 %) hat an Bedeutung gewonnen. Dies geht aus dem ebenfalls heute vorgelegten vorläufigen Datenreport 2017 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, der den Berufsbildungsbericht ergänzt. Nach den Ergebnissen der Schnellmeldung der integrierten Ausbildungsberichterstattung lag die Zahl der Anfängerinnen und Anfänger im Übergangsbereich 2016 mit insgesamt 298.800 Personen (+32.600 beziehungsweise +12,2 %) deutlich über dem Vorjahreswert von 266.200. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil junger Männer im Übergangsbereich mit 65,3 %.

Neben den statistischen Analysen zum Übergangsbereich bietet der neue BIBB-Datenreport wieder eine Vielzahl an Zahlen, Daten und Fakten zu allen Bereichen der beruflichen Aus- und Weiterbildung. So ist zum Beispiel die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2016 als Folge der weiter gestiegenen Besetzungsprobleme von Ausbildungsplätzen erneut leicht gesunken auf 520.300 (-1.800 beziehungsweise -0,4 %). Auch die Ausbildungsbetriebsquote ist weiter zurückgegangen (2015: 20,0 %; 2014: 20,3 %).

 

Weitere Informationen

 Der Berufsbildungsbericht 2017 ist im Internet abrufbar unter: https://www.bmbf.de/pub/Berufsbildungsbericht_2017.pdf

Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2017 kann als vorläufige Fassung auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Berufsbildung abgerufen werden unter: https://www.bibb.de/datenreport-2017

Pressemitteilung des BMBF zum Berufsbildungsbericht 2017

Pressemitteilung des BIBB zum Datenreport 2017