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Flüchtlinge lassen Zahl der Anfänger bei Bildungsprogrammen im Übergangsbereich stark ansteigen

Sprachkurs für Flüchtlinge
© Frank Gärtner - Fotolia.com

298 800 junge Menschen begannen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2016 ein Bildungsprogramm im Übergangsbereich. Damit nahm die Zahl der Anfänger im Übergangsbereich gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich zu.

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen der Integrierten Ausbildungsberichterstattung stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 12,2 % an. Der tatsächliche Anstieg dürfte aber noch stärker ausfallen, da aus den Ländern Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland zum Übergangsbereich bisher nur Vorjahresdaten vorliegen.

Im Jahr 2005 hatte es noch 417 600 Anfängerinnen und Anfänger im Übergangsbereich gegeben. Seither war die Zahl bis 2014 kontinuierlich auf 252 700 gesunken. Gründe hierfür waren der demografische Wandel sowie Veränderungen auf dem Ausbildungsmarkt und im Schulsystem.

Seit dem Jahr 2015 steigt die Anfängerzahl im Übergangsbereich wieder an. Wesentliche Gründe hierfür sind Programme zum Erlernen der deutschen Sprache für jugendliche Flüchtlinge und Zugewanderte.
Im ausbildungsrelevanten Übergangsbereich können durch den Erwerb beruflicher Grundkenntnisse oder durch das Nachholen eines Haupt- oder Realschulabschlusses die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessert werden. 

 

Weitere Informationen

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes