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BCG-Studie zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Schild Integration
© Thomas Reimer - Fotolia.com

Laut einer Unternehmensbefragung der Boston Consulting Group (BCG) rechnet sich die Integration von Geflüchteten bereits nach kurzer Zeit. Deutsche Firmen müssten durchschnittlich 7.500 Euro in Betreuung, Qualifizierung und Sprachunterricht investieren, um einen Geflüchteten im Unternehmen zu integrieren. Verglichen mit den Kosten der Nicht-Integration sei dies ein kleiner Beitrag.

Für die Studie "Integrationskraft Arbeit" wurden 300 Unternehmen zu ihren Erfahrungen mit der Integration von insgesamt 2.500 Geflüchteten befragt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die angefallenen Kosten für Unternehmen spätestens nach rund zwölf Monaten rechnen, insbesondere dort, wo Personalknappheit herrscht.

Etwa 75 Prozent der befragten Unternehmen sehen mangelnde Vorkenntnisse als zu bewältigende oder geringe Herausforderung an. Darüber hinaus stellen für knapp 90 Prozent der Firmen der Zugang zu Geflüchteten sowie die kulturellen Unterschiede keine unüberwindbaren Hindernisse dar.

Etwa drei Viertel der befragten Firmen unterschiedlicher Branchen und Größenordnungen beschäftigen aktuell Geflüchtete – insgesamt rund 2.500. Die Mehrheit der Geflüchteten (87 Prozent) befindet sich in einer qualifizierenden Beschäftigung, etwa in einer Ausbildung, einer Einstiegsqualifizierung oder einem Praktikum. Festanstellungen sind hingegen selten: So sind aktuell 13 Prozent der Geflüchteten festangestellt, meist als ungelernte Hilfsarbeiter (86 Prozent). Nur wenige werden als Fachkräfte (12 Prozent) oder in Führungspositionen (2 Prozent) eingesetzt.

Viele Firmen planen 2017 ihr Engagement bei qualifizierenden Maßnahmen fortzusetzen oder sogar auszubauen: 70 Prozent der Betriebe planen, mehr oder gleich viele Praktika anzubieten, etwa 50 Prozent beabsichtigen, mehr oder gleich viele Einstiegsqualifizierungen zu vergeben, und rund 60 Prozent, mehr oder gleich viele Ausbildungsplätze mit Geflüchteten zu besetzen. 

 

Weitere Informationen und Download der Studie:

www.bcg.de/media/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:89-219793