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„Der Erfolg steht und fällt mit der Kompetenz des Ausbildungspersonals"

BIBB-Präsident Esser auf Podiumsdiskussion in Stuttgart

Ausbilder demonstriert CNC-Maschine
© Monkey Business - Fotolia.com

Anlässlich einer Podiumsdiskussion auf der Bildungsmesse „didacta“ hat der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser, die Bedeutung des Ausbildungspersonals für die Qualität und Weiterentwicklung der beruflichen Bildung betont. „Wie erfolgreich die Herausforderungen für die berufliche Bildung gerade im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Arbeitswelt bewältigt werden können, steht und fällt mit der Kompetenz des betrieblichen und schulischen Ausbildungspersonals. Wenn es uns nicht gelingt, die Lehrer und Ausbilder mitzunehmen und sie über entsprechende Angebote aus- beziehungsweise fortzubilden, dann wird es nicht funktionieren“, so der BIBB-Präsident.

Den Schwerpunkt der Podiumsdiskussion zum Thema „Berufliche Bildung – Leistung und Herausforderung“ bildeten die Digitalisierung der Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf Schule und Betrieb. Neben BIBB-Präsident Esser nahmen an der Diskussionsrunde die baden-württembergische Kultusministerin und amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann, der hessische Kultusminister Alexander Lorz und die Vorsitzenden der Bundesverbände der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen sowie an beruflichen Schulen, Ernst John und Eugen Straubinger, teil.

Wie Esser weiter ausführte, sei es entscheidend, die Medienkompetenz der Lehrer und Ausbilder weiterzuentwickeln und sie davon zu überzeugen, wie sie mit dem Einsatz neuester Technik in Schule und Betrieb die Qualität der Ausbildung an beiden dualen Lernorten steigern und den Lernerfolg insgesamt verbessern könnten. Dann würden sie sich nach Essers Überzeugung auch den entsprechenden Qualifizierungsangeboten gegenüber offen zeigen. So ließen sich die Potenziale und Chancen, die die Digitalisierung der beruflichen Bildung eindeutig biete, optimal nutzen und so könne das Ausbildungspersonal der bedeutenden Rolle als Multiplikator in der beruflichen Bildung auch künftig gerecht werden.

Zuvor aber müsse durch Politik und Wirtschaft noch geklärt werden, wie die Mindestausstattung einer „Schule 4.0“ oder eines „Betriebes 4.0“ auszusehen habe und welche Qualifizierungsanforderungen sich hieraus für das jeweilige Ausbildungspersonal ergeben. So dürfe man beispielsweise ein Gymnasium, eine kaufmännische Berufsschule, eine gewerblich-technische Berufsschule, eine Überbetriebliche Berufsbildungsstätte (ÜBS) sowie einen kleinen bzw. mittleren Betrieb und ein Großunternehmen keineswegs „alle über einen Kamm scheren“. Hier seien anspruchsvolle und individuelle Ansätze zur Aus- und Weiterbildung des Ausbildungspersonals und der hierfür speziellen Medienkompetenz gefragt.

 

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