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didacta 2017: WorldSkills Germany kürt Sieger im Bundeswettbewerb „Digital Youngsters“

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© WorldSkills Germany

Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Wie verändern sich Arbeits- und Unternehmensstrukturen durch Digitalisierung? Welche Kompetenzen braucht es zukünftig? Das war die Aufgabenstellung des von WorldSkills Germany im Vorjahr gestarteten bundesweiten Wettbewerbs „Digital Youngsters“. Die fünf Teams, die sich nach einer Vorauswahl für das Finale qualifizieren konnten, präsentierten live auf der Bildungsmesse didacta ihre Zukunftskonzepte und visualisierten durch einzelne Teilszenarien einen ganzheitlichen Blick auf Veränderungen, die mit der Digitalisierung verbunden sind.

WorldSkills Germany startete 2016 erstmals den Wettbewerb, um Fachkräfte und Talente von morgen aufzufordern und einzuladen, aus ihrer Perspektive und aus der Praxis heraus die digitale Zukunft und ihre Bedeutung in den jeweiligen Berufsbildern zu zeigen. Mit 14 eingereichten Zukunftsvisionen und fast 50 Teilnehmer/innen war die Resonanz 2016 beeindruckend.

Während das Team der SICK AG „Die Vision von Arbeits- und Unternehmensstrukturen 2030“ zum Thema hatte, stellte das Team der Computacenter AG & Co. oHG “Zeitmanagement und Work-Life-Balance – ein typischer Arbeitstag 2030“ in den Mittelpunkt. „Wissensvermittlung und benötigte Kompetenzen – die Ausbildung 2030“ lautete die Überschrift des Konzepts vom Team der Volkwagen AG zusammen mit den Berufsbildenden Schulen 2 Wolfsburg. Im Zentrum der Arbeit des Teams von der FESTO AG & CO. KG stand „Die Veränderung des Arbeitsplatzes in 2030“ und „Der Werkstattbetrieb 2030“ war Thema bei einem Inklusionsteam des Annedore-Leber-Berufsbildungswerks Berlin zusammen mit den Berliner Verkehrsbetrieben.

Bewertet wurden die Konzepte von einer Fachjury. Zu ihr gehörten Steffen Ganders (Director Corporate Affairs, Samsung Electronics GmbH), Prof. Dr. Christoph Igel (DFKI - Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH), Andrea Zeus (Vorstandsvorsitzende WorldSkills Germany e.V., Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik), Martin Hüppe (Geschäftsführer Bündnis für Bildung e.V. und Didacta Verband e.V.) sowie Dr. Axel-Michael Unger (Präsident Bundesverband Deutscher Berufsausbilder e.V.). Sie bewertete neben der finalen Präsentation Kreativität und Ideenreichtum der Konzeptumsetzung, Originalität des eingereichten Konzeptes sowie inhaltliche Aspekte wie die konzeptentsprechenden Aussagen zum Arbeitsplatz der Zukunft, zur digitalen Arbeitswelt und Vision 2030.

Die Jury überzeugten am meisten die Azubis der Festo AG. Das junge, aus verschiedenen Berufsgruppen bestehende Team ging der Frage nach, wie sich der Arbeitsplatz 2030 durch Digitalisierung verändert. Ist er dann rein virtuell, welcher Mehrgewinn entsteht aus der Arbeitsplatzgestaltung und unterstützt dies die fachlichen wie sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter? Welche Rolle spielen Gesundheitsaspekte, Arbeits- und Schichtmodelle - und bleibt der Teamgedanke trotz digitalisierter Arbeitswelt? Die Jury hob die besondere Tiefe im Detail, die sehr professionelle und ausbalancierte Sicht auf den Job der Zukunft als auch die übergreifende Einsatzplanung verschiedener Technologien in Zeitzonen hervor. Ausgezahlt habe sich das Zusammenarbeiten der Mitglieder mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf den Arbeitsprozess.

Für alle Finalteilnehmer gab es bei der Siegerehrung ein Tablet des WorldSkills Germany-Partners Samsung Electronics GmbH. Die Teams erhielten je einen Prämienscheck über 600 EUR (Gewinner des Wettbewerbs) bzw. 300 EUR. Eine Anerkennung besonderer Art gab es am Schluss: Jurymitglied Prof. Dr. Christoph Igel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz lud die Finalteams zum Digitalgipfel im Juni ein, wo sie im Rahmen der Zukunftsdebatte zur Digitalisierung ihre Konzepte und Projekte vorstellen sollen.


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