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IAB-Kurzbericht 2/2017: Investitionen in die Integration der Flüchtlinge lohnen sich

IAB-Kurzbericht 2/2017

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat die gesamtwirtschaftlichen und fiskalischen Effekte von Investitionen in die Integration von Geflüchteten simuliert, die im Jahr 2015 nach Deutschland zugewandert sind. Die Ergebnisse der Simulation deuten darauf hin, dass sich eine möglichst umfassende Investition in die Integration lohnt.

Wie aus dem IAB-Kurzbericht hervorgeht, verursache die Zuwanderung von Flüchtlingen zwar zunächst erhebliche fiskalische Kosten. Mit zunehmender Integration in den Arbeitsmarkt würden sich die laufenden Kosten aber verringern und zusätzliche Einnahmen für die öffentlichen Haushalte entstehen. Vor diesem Hintergrund haben IAB und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gemeinsam in einem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanzierten Forschungsprojekt untersucht, wie sich Investitionen in die Arbeitsmarktintegration der 2015 zugewanderten Flüchtlinge gesamtwirtschaftlich und fiskalisch auswirken können. Wie sich dabei zeigte, lassen Investitionen in Sprachkompetenz und Bildungsabschlüsse der Flüchtlinge langfristig hohe Renditen erwarten.

Würde etwa der Anteil der Flüchtlinge, die in Deutschland einen beruflichen Bildungsabschluss erwerben sowie der Anteil derjenigen mit guten bis sehr guten Deutschkenntnissen um 20 Prozentpunkte ansteigen, ergäbe sich nach empirischen Modellrechnungen bis zum Jahr 2030 eine deutliche Verbesserung der fiskalischen Bilanz für Investitionen in die Integration. Vor diesem Hintergrund sollte überlegt werden, ob der Übergang in das deutsche Bildungs- und Ausbildungssystem noch stärker gefördert werden könne, etwa durch Investitionen in bildungs- und ausbildungsvorbereitende Maßnahmen.

Der IAB-Kurzbericht steht als kostenfreier Download unter: www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/k170110j01 zur Verfügung.