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OECD-Studie belegt hohe Leistungsstärke und Zukunftsfähigkeit der beruflichen Bildung in Deutschland

Berufliche Bildung made in Germany
© Robert Kneschke - Fotolia.com

Am 15. September wurde der diesjährige OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellt. Die Studie bescheinigt Deutschland ein zukunftsweisendes Bildungssystem.

Positive Ergebnisse zeigen sich demnach vor allem im Übergang von Bildung in das Berufsleben, der in Deutschland so gut wie in fast keinem anderen Land funktioniere, wie Bundesbildungsministerin Johanna Wanka bei der Präsentation der Ergebnisse mitteilte. Auch bei den MINT-Absolvierenden zeigt sich eine positive Bilanz.

In allen Bildungsbereichen liegt die Erwerbslosenquote in Deutschland unter dem OECD-Durchschnitt. Im Tertiärbereich beträgt die Quote der Erwerbslosen nur 2,3% (OECD-Durchschnitt: 4,9%.) Auffallend niedrig ist sie mit 4,3% insbesondere auch für Personen mit mittleren Qualifikationen, also einem Abschluss im Sekundarbereich II bzw. im postsekundaren, nicht-tertiären Bereich (OECD-Durchschnitt: 7,3%). Diese Quote hat sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland mehr als halbiert, während sie im OECD-Durchschnitt gestiegen ist.

Die positiven Beschäftigungsergebnisse sind eng mit den Stärken des beruflichen Bildungssystems in Deutschland verknüpft. Mehr als die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen (51%) wählt diesen Weg als Einstieg in eine qualifizierte Berufs- bzw. Erwerbstätigkeit. Dies ist der zweithöchste Wert im OECD-Vergleich (OECD-Durchschnitt: 26%). Um das duale System in Deutschland auch zukünftig so erfolgreich zu gestalten, wird es, auch im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung, verstärkt darum gehen, die berufliche Bildung auf neue Anforderungen des Arbeitsmarktes auszurichten und Qualifizierungsmöglichkeiten noch stärker in den Blickpunkt zu rücken.

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des BMBF vom 15.09.2016