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Schutz- und Sicherheitsausbildungen bewähren sich

Sicherheitspersonal überwacht Monitore
© Kadmy - Fotolia.com

Das BIBB hat die dualen Ausbildungsberufe "Servicekraft für Schutz und Sicherheit" und "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" evaluiert. Dabei zeigte sich insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit den Berufsbildern. Allerdings sind beide auch von niedrigen Erfolgsquoten in den Prüfungen und hohen Vertragslösungsquoten geprägt.

Mit dem Erlass der Verordnung über die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit im
Jahr 2002 wurde in der Schutz- und Sicherheitsbranche erstmals ein dreijähriger dualer Ausbildungsberuf eingeführt. Im Jahr 2008 wurde dieser modernisiert und zusätzlich der zweijährige Ausbildungsberuf Servicekraft für Schutz und Sicherheit neu geschaffen. Offenbar hat sich mit der Einführung der beiden Berufe in der Branche eine Ausbildungskultur entwickelt, die es dort zuvor nicht gab.

Wie eine umfassende Untersuchung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) jetzt zeigte, haben sich die beiden Ausbildungsordnungen grundsätzlich bewährt. Die Ausbildungsinhalte werden als angemessen beurteilt und das Gelernte als erforderlich für die Berufsausübung erachtet. Beide Ausbildungsberufe wurden von der Branche schnell angenommen. Allerdings ist die Ausbildungsbetriebsquote mit 15,6 % im Jahr 2013 (gegenüber 20,7 % in der gesamten Wirtschaft) ebenso wie die Ausbildungsquote (1,9 % gegenüber 5,4 % gesamtwirtschaftlich) im Vergleich zu anderen Branchen noch niedrig. Auch weisen beide Ausbildungen eine niedrige Erfolgsquote bei den Prüfungen und eine hohe Vertragslösungsquote auf.

Die Ergebnisse der BIBB-Untersuchung sind im Wissenschaftlichen Diskussionspapier (WDP) „Evaluation der Berufsausbildung in den Schutz- und Sicherheitsdienstleistungen – Servicekraft für Schutz und Sicherheit und Fachkraft für Schutz und Sicherheit“, Heft-Nr. 173, zusammengefasst. Das WDP steht unter www.bibb.de/wdp zum Download zur Verfügung.

 

Weitere Informationen:

Licht und Schatten: BIBB-Evaluation von Schutz- und Sicherheitsausbildungen (Pressemitteilung des BIBB vom 21.07.2016)