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Vorträge halten

Mann hält Vortrag
© Westend61 - Fotolia.com

Selbstständiges Lernen sollte während der Ausbildung immer im Vordergrund stehen. Oft ist es jedoch notwendig, Auszubildende gezielt so anzuleiten, dass sie im Folgenden eigenständig weiter lernen können. Eine Methode der Anleitung ist der Vortrag.

Fragen:

- Wann eignet sich in der Ausbildung der Vortrag als Methode?
- Wie kann ich meinen Vortrag so gestalten, dass meine Ziele erreicht werden?
- Welche Medien kann ich verwenden, um die Inhalte meines Vortrags zu visualisieren?

Ein Vortag als Ausbildungsmethode eignet sich:

  • um aktuelle Informationen in komprimierter Form zu vermitteln,
  • als Einführung in ein neue Thematik oder
  • um einen Überblick über eine Gesamtthematik zu geben.

 

Wie sollte ein Vortrag gestaltet sein, damit er die Ausbildungsgruppe motiviert, den weiteren Lernprozess selbst zu gestalten?

Ein Vortrag kann dann motivieren, wenn er:

  • thematisch klar begrenzt ist,
  • verständlich und abwechslungsreich ist,
  • durch Fragen aufgelockert wird,
  • mit Hilfe von Medien visualisiert und verdeutlicht wird,
  • ca. fünf bis fünfzehn Minuten dauert und
  • ein klares Ziel hat.

 

Planung

Wenn ein Thema gewählt ist, sollte der Vortrag zunächst gegliedert werden. Dabei ist es wichtig, vorab zu entscheiden, wie lang der Vortrag sein soll und welche Vortragstechnik Sie verwenden möchten. Überlegen Sie sich, welche Informationen für die Zuhörer wichtig sind und visualisieren Sie die Hauptgedanken, damit sie besser behalten werden! Am besten bauen Sie Ihren Vortrag so auf, dass er eine kurze Einleitung, einen inhaltlichen Hauptteil und einen zusammenfassenden Schluss enthält. Es ist sinnvoll, wenn die Auszubildenden nach dem Vortrag ein Handout erhalten, in welchem die wesentlichen Kernaussagen nochmals zusammengefasst sind.

Vortragstechnik

Als Hilfsmittel beim Vortragen eignen sich z.B. ein Stichwortmanuskript oder vorbereitete Kärtchen. Man kann einen halbfreien oder einen freien Vortrag halten. Meist bietet sich eine Kombination aus diesen Methoden an. Insbesondere bei kurzen Vorträgen mit überschaubarem Inhalt sollten Sie möglichst frei vortragen. Vermeiden Sie ein reines Ablesen von vorbereiteten Texten!

Ziel des Vortrages

Die grundlegende Frage lautet: Was will ich mit meinem Vortrag erreichen?

Haben Sie sich für eine Methode entschieden, die immer auch mit entsprechenden Hilfsmitteln unterstützt werden sollte, formulieren Sie zunächst das Ziel Ihres Vortrages.

Danach gehen Sie zur Gliederung über und überlegen Sie, wie die einzelnen Abschnitte, durch Visualisierung unterstützt, dargestellt werden können.

Wichtig ist auch, zu entscheiden, an welchen Stellen es sinnvoll ist, Fragen zu formulieren, um die Zuhörer in den Vortrag mit einzubeziehen.

Ihr Vortrag sollte immer mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Punkte und weiterführenden Fragen enden, die von den Auszubildenden eigenständig zu beantworten sind. 

Zusammenfassung - Vorbereitung des Vortrags

  • Thema festlegen und zeitlich eingrenzen
  • Vortragsform wählen
  • Thema gliedern
  • Inhalte darstellen und durch Visualisierung unterstützen
  • Fragen einbauen (wenn möglich)
  • Thema zusammenfassen und abschließende Fragen formulieren

Vortragstechniken / Methoden

Zuhörende Auszubildende
© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Text ablesen (nur im Ausnahmefall)

  • schwierige Sachverhalte im Wortlaut vom vorbereiteten Redemuster ablesen
  • Hervorhebungen jeder Art nutzen
  • Blickkontakt bewusst aufnehmen
  • kurze Redepausen einplanen

Kärtchen / Manuskripttechnik

  • teilweise freier Vortrag
  • Kärtchen im DIN A6 Format benutzen
  • unter einer Überschrift / einem Leitgedanken drei bis fünf Stichworte fassen
  • einseitig beschriften

Kombinationstechnik

  • genau geplante Abfolge für die freien, halbfreien und abgelesenen Teile des Vortrages unter Einsatz von Hilfsmitteln
  • Einteilung eines DIN A4-Blattes in zwei Spalten
  • in der linken Spalte stehen Leitgedanken und Stichworte
  • in der rechten Spalte steht der ausformulierte Text
  • Vorteil: Man kann jederzeit vom freien in den halbfreien Vortrag wechseln. Wenn man den "roten Faden" verliert, kann man auf den vorformulierten Text zurückgreifen.

Audiovisuelle Medien als Hilfsmittel

Beamer
© smuay - Fotolia.com

Durch den Einsatz von audiovisuellen Medien können Sie Ihren Vortrag ansprechender und interessanter gestalten. Die verschiedenen Hilfsmittel haben sowohl ihre jeweiligen Vor- als auch Nachteile. Die gängigsten Hilfsmittel sind:

  • Wandtafel, Flipchart, Whiteboard
  • Tageslichtprojektor
  • Computer mit Beamer oder anderer Projektionsmöglichkeit

Weitere Tipps:

  • Bevor Sie mit ihrem Vortrag / Kurzreferat beginnen, nehmen Sie zunächst Blickkontakt zur Gruppe auf.
  • Sprechen Sie immer laut und deutlich.
  • Benennen Sie Thema, Anlass sowie Ziel und leiten Sie dann zum Hauptteil über.
  • Ihre Gliederung sollten Sie möglichst visualisieren.
  • Bilden Sie kurze und verständliche Sätze.
  • Setzen Sie Ihre Stimme gezielt ein (Lautstärke ändern, Sprechtempo beachten).
  • Halten Sie immer Blickkontakt, denn so können Sie Reaktionen beobachten.
  • Unterstützen Sie wichtige Teile durch Gestik.
  • Vermeiden Sie Abwehrhaltungen wie z.B. das Verschränken der Arme vor dem Körper.
  • Vermeiden Sie, mit Gegenständen zu spielen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie beim Einsatz von Hilfsmitteln nicht im Bild stehen.