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'Präsentation' oder 'praktische Durchführung' - § 4 (3) AEVO: Wer darf wählen?

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  • 'Präsentation' oder 'praktische Durchführung' - § 4 (3) AEVO: Wer darf wählen?

    Ich habe erfahren, dass AEVO-Prüflinge angeblich gezwungen werden, die Präsentation zu wählen UND dass den Teilnehmern des Prüfungsvorbereitungskurses der betr. zuständigen Stelle sogar das Thema einer solchen Präsentation verbindlich zugewiesen wird.
    • Gibt es eine rechtlich relevante Fundstelle, die das Wahlrecht (ob 'Präsentation' oder 'praktische Durchführung') dem Prüfling oder der zuständigen Stelle zuspricht?
    • Gibt es eine rechtlich relevante Fundstelle, nach der die zuständige sogar das Präsentations-Thema der Prüflinge bestimmen darf?

    Detail-Infos zu diesem Problem
    Zuletzt geändert von memoPower.de; 25.01.2019, 15:17.
    Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen

  • #2
    Wer darf wählen?

    Hallo Herr Vogt, eigentlich braucht man keine andere rechtliche Fundstelle mehr: DIe AEVO sagt alles:
    § 4 Abs. AEVO - der PRüfung sucht die Ausbildungssituation aus und bestimmt ob er durchführt oder präsentiert. Dürfte ein Anderer bestimmen, dann stände das dort, z:b. Bilanzbuchhalter: da darf der Prüfungsteilnehmer aus zwei Themen (die ihm vorgegeben) werden auswählen....
    Schöne Grüße

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    • #3
      noch einmal: 'Präsentation' oder 'praktische Durchführung' - Wer darf wählen?

      Ist vom DIHK oder vom BIBB wirklich kein Offizieller bereit, zu dieser Frage verbindlich Stellung zu nehmen?

      Zitat:
      In § 4 Abs. 3 der Ausbildereignungsverordnung wird den Kammern die Möglichkeit eingeräumt, an Stelle der Präsentation einer Ausbildungssituation auch die praktische Durchführung einer Ausbildungssituation (Unterweisungsprobe) zuzulassen. Im Sinne einer einheitlichen Vorgehensweise und Gleichbehandlung der Prüfungsteilnehmer haben sich die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg darauf verständigt, ausschließlich die Möglichkeit der Präsentation vorzusehen. Hiervon kann nur im besonders begründeten Einzelfall, nach vorheriger Abstimmung mit der Kammer, abgesehen werden.
      nachgereichte Detail-Info
      Zuletzt geändert von memoPower.de; 25.01.2019, 15:17.
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      • #4
        Frau Martin hat Recht: Lesen bildet.

        Wenn man alles glauben würde, was im Internet steht.

        Aber eins gilt:

        Wer sich nicht wehrt - lebt verkehrt.

        Wenn Sie bei einer solchen Kammer geprüft werden, lassen Sie sich nicht auf diese Einschränkung ein: Machen Sie eine Unterweisung und fallen Sie durch! Das Gericht wird Ihnen ein Zeugnis aushändigen.

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        • #5
          ... und fallen Sie durch! Das Gericht wird Ihnen ein Zeugnis aushändigen.

          Hallo, Herr Passe-Tietjen,

          wozu muss es denn zunächst eine gerichtliche Auseinandersetzung geben?

          Es müsste doch möglich sein, dass ein(e) Offizielle(r) des DIHK bzw. des BIBB die Rechtsauffassung dieser Institution(en) in diesem Forum (des BIBB!) darstellt.

          Ich zweifle nicht daran, dass es in diesen Institutionen genügend kompetente Leute gibt, wundere mich aber, dass sie entweder hier nicht mitlesen oder sich 'wegducken'. - Und das gilt auch für ein paar andere von mir hier im Forum angestoßene Reiz-Themen!

          Auch Sie, als Mitglied eines Verbands der Berufsausbilder e.V., könnten an einer VOR-gerichtlichen Klärung solcher Streitfragen (und speziell dieser) interessiert sein. - Welch ein Zeit- und Arbeitsaufwand üblicherweise schon vorgerichtlich ausgelöst wird, könnten Sie hier nachlesen: tkompetenz.de/AdA/mangelhaft.htm. (Link entfernt, da nicht erreichbar)

          Zitat: Wenn Sie bei einer solchen Kammer geprüft werden, lassen Sie sich nicht auf diese Einschränkung ein: Machen Sie eine Unterweisung und fallen Sie durch!

          Im Übrigen geht es nicht um mich persönlich; ich führe seit vielen Jahren die so genannten AEVO-Prüfungsvorbereitungsseminare durch und bin Herausgeber der sehr intensiv genutzten AEVO-Lernkartei.
          Zuletzt geändert von Administrator; 15.02.2019, 08:45.
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          • #6
            Fachaufsichtsbeschwerde gegen eine der betr. IHKs

            Ich habe soeben eine Fachaufsichtsbeschwerde beim zuständigen Landesministerium gegen eine IHK eingereicht, die den Prüflingen das Wahlrecht ('Präsentation' oder 'Durchführung') bei der Ausbildereignungsprüfung verweigert.

            Nachträglich gelieferte Information zu diesem Thema
            Zuletzt geändert von memoPower.de; 25.01.2019, 15:20.
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            • #7
              Aufsichtsbehörde nimmt Stellung zu 'Wer darf wählen? (Präsentation oder Durchführung)

              Ich habe heute die Stellungnahme der zuständigen Aufsichtsbehörde erhalten. Danach ...

              - sei die Sichtweise der betreffenden IHK "nachvollziehbar und rechtlich nicht bedenklich".

              - werde die betreffende IHK "zukünftig den Prüflingen die Option einräumen, zwischen Präsentation und praktischer Durchführung einer Ausbildungssituation zu wählen."

              Den kompletten Wortlaut der Stellungnahme (eine Seite plus zwei Seiten Anhänge) dieser Aufsichtsbehörde (mit Nennung der betreffenden IHK) können Sie von dieser Seite aus aufrufen
              Zuletzt geändert von memoPower.de; 25.01.2019, 15:21.
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              • #8
                'Durchführung': IHK hat nun eine formale Hürde ('Schikane') aufgebaut

                Die betreffende IHK hat inzwischen die Aussage von ihrer PDF entfernt, nach der es den Prüflingen bislang verwehrt war, sich für die 'Durchführung einer Ausbildungssituation' zu entscheiden.

                Stattdessen hat die betreffende IHK nun aber (nur) zur 'Durchführung einer Ausbildungssituation' eine formale Hürde aufgebaut, die einem eventuellen Widerspruch bzw. einer weiteren Fachaufsichtsbeschwerde vermutlich nicht standhalten wird. - Details siehe im unteren Bereich
                Zuletzt geändert von memoPower.de; 25.01.2019, 15:22.
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                • #9
                  IHK erweckt weiterhin den Eindruck ...

                  Die betreffende IHK erweckt weiterhin den Eindruck, dass im praktischen Teil der Ausbildereignungsprüfung nur die 'Präsentation einer Ausbildungssituation' möglich sei; die Wahlmöglichkeit der Prüflinge für die 'Durchführung' wird an zwei entscheidenden Textstellen einfach nicht erwähnt! (Liegt hier eine unlautere Absicht oder einfach nur eine organisatorische / kommunikative Panne der betreffenden IHK vor?)

                  Die 'Vorgeschichte' zu diesem Thema (einschließlich einer Fachaufsichtsbeschwerde im letzten Jahr) sowie die zu beanstandenden, rechtwidrigen Textteile: siehe Verlinkung
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                  • #10
                    Die IHK hat schnell (am selben Tag) reagiert; prima!

                    Die IHK hat schnell (am selben Tag) reagiert; das Problem ist offensichtlich gelöst; toll!
                    Sehr geehrter Herr Vogt,

                    vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die von Ihnen erwähnte Broschüre gelöscht.

                    Zu den meisten meiner früheren kritischen Posts hier im Forum zum Thema Ausbildereignungsprüfung gab es keinerlei erkennbare Reaktionen von Seiten der zuständigen Stellen!
                    Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen

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                    • #11
                      AW: Die IHK hat schnell (am selben Tag) reagiert; prima!

                      Ich bitte doch alle Dozenten, Prüfer und Verantwortliche darum, das Wort "Unterweisung" endlich aus dem Sprachgebrauch in Bezug auf die AEVO-Prüfung zu streichen. Bereits 1998 in der Verordnung wurde aus Unterweisung die Durchführung einer Ausbildungseinheit.

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                      • #12
                        zum Unwort 'Unterweisung'

                        Hallo, Frau Martin,

                        Sie weisen darauf hin, dass in der AEVO schon seit Jahren statt 'Unterweisung' nun die Wortkombination 'Durchführung einer Ausbildungseinheit' verwendet wird. Das ist korrekt, aber es geht hier eben nur um die Wortwahl.

                        Statt eines eingängigen, einfach zu verwendenden Wortes wird in der aktuellen Verordnung eine sprachlich sperrige Kombination aus drei Wörtern verwendet. So soll es nun anstelle von "Unterweisungsentwurf" zum Beispiel "Entwurf zur Durchführung einer Ausbildungseinheit" heißen.

                        Interessant ist, dass der Begriff 'Unterweisungsentwurf' bei Google im letzten Jahr weit häufiger als 10.000 Mal von Personen eingegeben wurde, die hierzu entsprechende Hilfen gesucht hatten. Ich bin gespannt, wie viele Prüflinge künftig in die Google-Suchzeile 'Konzept zur Durchführung einer Ausbildungseinheit' eingeben werden. - Vor diesem Hintergrund verwende ich auf meinen Webseiten bewusst weiterhin den Begriff 'Unterweisung'.

                        Tatsache ist auch, dass das Unwort 'Unterweisung' sogar weiterhin von zuständigen Stellen in ihren offiziellen Unterlagen verwendet wird.

                        Für viel gravierender halte ich es jedoch, dass mehrere zuständige Stellen jahrelang die Ausbildereignungsprüfungen inhaltlich rechtswidrig durchgeführt hatten und erst nach mehreren Fachaufsichtsbeschwerden bei den jeweiligen Aufsichtsbehörden ihr Prüfungsverhalten entsprechend der gültigen AEVO angepasst hatten. Aber es gibt weiterhin noch andere zuständige Stellen, die ihre Ausbildereignungsprüfungen noch immer inhaltlich rechtswidrig durchführen. Insofern ist die Wortwahl zumindest aus meiner Sicht zweitrangig.
                        Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen

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                        • #13
                          AW: zum Unwort 'Unterweisung'

                          Hallo, Herr Vogt,
                          Die Formulierung heisst...durchfuehrung einer ausbildungssituation, durchfuehrung einer ausbildseinheit war die begrifflichkeit aus der AEVO 1999. Fuer mich geht es keineswegs nur um die Wortwahl. Eine Unterweisung ist eine ausbilderzentrierte Sache, die noch von dem uralten Rollenverstaendnis ausgeht. Seit 1999 steht in der AeVO Handlungsorientierung und Handlungskompetenz und spaeter Lernprozessbegleitung im Vordergrund - das vertraegt sich nicht mit alten Zoepfen. Diese sollte man jetzt endlich einmal abschneiden.
                          Und nur weil 10000 Personen diese Begriffe in Google eingegeben haben, muessen sie doch nicht richtig sein. Da ist viel mehr die Frage nach dem Huhn und dem Ei. Wuerden alle Personen, die es besser wissen muessten, das Wort Unterweisung aus ihrem Wortschatz in diesem Zusammenhang entfernen, wuerde es vielleicht hier auch eine Aenderung der Einstellung geben Koennen. Denn auch die von Ihnen angeprangerte Rechtswidrigkeit der Pruefung hat zum Teil etwas mit der Bewahrung der alten Einstellungen und Zoepfe zu tun. Solange Pruefungsausschuesse noch Unterweisungen verlangen, wird sich an der auch von Ihnen geforderten Moderisierung der Pruefung nichts aendern.
                          Fuer mich ist die Wortwahl sehr wichtig wie Sie sehen....

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