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Lehrgang Ausbildung der Ausbilder IHK

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  • Lehrgang Ausbildung der Ausbilder IHK

    Hallo zusammen,

    gibt es hier jemand, der den o.g. Lehrgang als HochschulabsolventIn bereits absolviert hat und an der Ausbildereignungsprüfung teilgenommen hat?

    Wie sind Eure Erfahrungen damit?

    Ich bin Berufsrückkehrerin (Sozialwissenschaflterin/Magister-Uni) und schaue mich momentan nach geeigneten Weiterbildungsangeboten. Ist das ein Lehrgang, der bei der geplanten Berufsrückkehr relevant ist, vor allem mit meinem fachlichen Hintergrund?

    Für jedwede Erfahrungsberichte und Tipps bin ich sehr dankbar

  • #2
    Lehrgang Ausbildung der Ausbilder IHK

    Hallo Castamira,
    in meiner vierzigjährigen Prüfertätigkeit habe ich eine ganze Menge Akademiker in den Prüfungen zur Ausbildereignung erlebt, nicht immer mit glänzendem Ausgang, sogar Durchfaller waren darunter. Es scheint mir also nicht unsinnig zu sein, die Ausbilder-Eignungsprüfung abzulegen. Man muss dafür nicht zwangsläufig einen Vorbereitungslehrgang besuchen. Auf den schriftlichen Prüfungsteil kann man sich mit Hilfe einschlägiger Lehrbücheer sicher ausreichend vorbereiten. Der praktische Teil zeigt sich dann aber meistens als großes Hindernis, denn hier spielen oft regionale Besonderheiten eine Rolle, über die man am ehesten etwas erfährt, wenn man einen örtlichen Lehrgang besucht. Wenn Ihre Zeit es erlaubt, würde ich an Ihrer Stelle einen Vollzeitkurs besuchen, dann haben Sie das Ziel schnell erreicht.
    Sollten Sie beabsichtigen, eine Lehrtätigkeit bei einem Unternehmen oder einem Bildungsträger aufzunehmen, rate ich Ihnen, einen Abschluss als "Staatlich geprüfter Berufspädagoge" anzustreben, denn diese Abschluss wird in Zukunft wohl immer deutlicher als Voraussetzung für eine derartige Lehrtätigkeit angesehen werden. Unter dem Stichwort "Berufspädagoge" finden Sie hier im Forum eine ausführliche Diskussion dazu.

    Wenn Sie noch weitere Fragen haben, können Sie mich unter meiner e-mail-Adresse anschreiben (adalbert.ruschel@t-online.de)

    Mit freundlichen Grüßen
    Adalbert Ruschel
    Adalbert Ruschel
    Professor i.R. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
    Autor und Ko-Autor von Büchern und Buchbeiträgen zur beruflichen Bildung

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    • #3
      Wenn man eine entsprechende Vorbildung vorweisen kann, erspart man sich die theoretische Prüfung und macht dann nur noch das Lehrgespräch. Dies ist relativ einfach. Ich würde aber trotzdem einen Vorbereitungslehrgang empfehlen, weil es tatsächlich regional sehr starke Unterschiede gibt, auf was die Prüfer achten bzw. Wert legen.

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      • #4
        "regionale Besonderheiten" beim praktischen AEVO-Prüfungsteil

        Zitat: "Der praktische Teil zeigt sich dann aber meistens als großes Hindernis, denn hier spielen oft regionale Besonderheiten eine Rolle, ..."

        Leider haben Sie recht, Herr Ruschel. - Es dürfte aber keine gravierenden Unterschiede geben, weil die AEVO bundeseinheitlich gilt bzw. weil es zumindest zu einem Punkt eine eindeutige Interpretation des DIHT gibt.

        Beispiele:
        • Obwohl das Konzept zur Unterweisung bzw. Präsentation nicht bewertet werden darf (entsprechende Info des DIHT an die IHKs), halten sich einige IHKs nicht daran.
        • Obwohl die AEVO für die praktische Prüfung ausdrücklich eine "Dauer von insgesamt höchstens 30 Minuten" vorgibt, gibt es noch immer mindestens eine IHK, die die praktische Prüfung als Gruppenprüfung und dann mit einer Gesamtzeit von etwa 2,5 Stunden durchführt.
        • Obwohl die AEVO für das (ergänzende) Fachgespräch den inhaltlichen Rahmen vorgibt ("Die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation sind im Fachgespräch zu erläutern."), werden noch immer zahlreiche mündliche Prüfungsfragen gestellt, die über diesen Rahmen deutlich hinausgehen.
        • Mehrere IHKs einer Region hatten sich darauf verständigt (und das im Internet auch so publiziert), dass sie für die praktische Prüfung grundsätzlich nur eine Präsentation zulassen; eine Unterweisung sei allenfalls auf speziellen Antrag möglich. - Wortlaut der AEVO: "Anstelle der Präsentation kann eine Ausbildungssituation auch praktisch durchgeführt werden."


        Regionale Unterschiede kommen leider auch dadurch vor, dass die Prüfungsausschüsse nicht immer ausreichend fachlich kompetent sind:
        • Über einen gravierenden Fall hatte ich in diesem Forum berichtet und ihn detailliert auf meiner Webseiten dargestellt: Prüferleistung: mangelhaft
        • In einem anderen Fall hat sich ein Prüfling das Prüfungsergebnis 'durchgefallen' nicht gefallen lassen. Nachdem sein Widerspruch von der betreffenden IHK abgelehnt wurde, hat er vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Der Richter hat (vor etwa 14 Tagen) einen Vergleich vorgeschlagen, nämlich "praktische Prüfung wird annulliert", die Vertreterin der betr. IHK hatte diesem Vorschlag sofort zugestimmt.
        • Ich könnte über eine Serie weiterer Fälle von teilweiser Inkompetenz eines örtlichen Prüfungsausschusses berichten.


        Fazit: Die regionalen Unterschiede sind sachlich nicht zu rechtfertigen; ich halte es für problematisch, mit der obigen Begründung die Teilnahme an regional angebotenen Seminaren zur Vorbereitung auf die AEVO-Prüfung zu empfehlen.
        Zuletzt geändert von memoPower.de; 25.01.2019, 14:47.
        Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen

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