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Motivation, Lerninteresse wecken

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  • Motivation, Lerninteresse wecken

    Hallo,

    alles steht und fällt mit der Motivation, daher meine Frage wie man die Begeisterung oder mindestens Interesse wecken kann?
    Ich habe schon ganz oft gemerkt dass das Lernziel an sich so gut wie eben möglich bedacht sein kann, die Planung stimmte, der Rote Faden in der Umsetzung war zu erkennen und das Konzept war gut. Am Ende kam jedoch nicht viel in den Köpfen der Azubis an. Gerade wenn es um reine Lerninhalte geht, erwarte ich schon dass die Azubis sich zu Hause vielleicht noch mal hinsetzen und allein lernen.

    Kennt ihr Methoden, die ich den Azubis mitgeben kann wie sie sich selbst motivieren können oder selbst eine Art Lernschema erstellen können?
    Zuletzt geändert von Administrator; 11.10.2018, 11:16. Grund: Titel ergänzt!

  • #2
    Schon etwas gefunden?

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    • #3
      ich denke je praxisbezogener etwas angegangen wird, desto mehr Interesse kann man wecken. Es muss halt von einem intrinsisch kommen, also man muss sich schon für etwas begeistern können. Wenn aber auch der "Lehrer" etc. so motiviert und selbst von seiner Arbeit begeistert ist, steckt man seine Schüler damit auch an. Das habe ich auch schon erlebt. Etwas, was mich kaum interessiert hat, interessiert mich jetzt sehr, nur weil der Professor so ansteckend begeisternd war. :-)

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      • #4
        Hallo Gazoz,

        das Problem der Motivation beim Azubi liegt nicht in der Methode der "Vermittlung durch" den Lehrer oder Ausbilder. Das Problem liegt in einer "nicht" oder "doch" angemessenen Aufgabenstellung für den Azubi. Wenn ich einem Azubi ständig Routine- oder Hilfs-Aufgaben überlasse, wird er oder sie merken, dass die Wertschätzung gering ist. Geringe Wertschätzung führt zu Demotivation - innerer Kündigung - und bei alten Hasen zum Burn-Out.
        Vorschlag: Spannende Aufgaben vollständig an den Azubi delegieren, ohne die letztendliche (gemeinsame) Kontrolle und ggf. erforderliche Korrektur zu vernachlässigen.
        Was in deinem Beruf spannende Aufgaben sind/sein können, kann ich nicht einschätzen, da entsprechende Informationen fehlen.

        Beste Grüße

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        • #5
          ja am besten immer gemeinsam Arbeiten und nicht immer in die Rolle des "Besserwissers" eintauchen. Die Aufgaben dürfen aber auch nicht unschaffbar erscheinen - und wenn es große Aufgaben sind, dann sich gemeinsam hinsetzen und Schritt für Schritt überlegen, wie an die Sache rangegangen werden soll. Das hilft immens und schlussendlich ist man dann auch stolz, falls man die ganze Aufgabe geschafft hat.

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          • #6
            Hallo, Gazoz,

            auch folgendes Vorgehen könnte nützlich sein:

            Führen Sie mit Ihren Azubis eine kleine Veranstaltung zum Thema Motivation durch. Dabei unterstelle ich modellhaft, dass Sie eine Gruppe von zwölf Azubis zu führen haben.
            • Zwei Azubis könnten zu Beginn grundlegende Infos zum Thema Motivation gemeinsam präsentieren, die sie aus dem Internet recherchiert und angemessen aufbereitet hatten.
            • Danach moderieren Sie eine Diskussion mit allen Azubis. - Eines der Ergebnisse sollte sein, dass den Azubis die Vorteile bewusst werden, wenn sie für 'etwas' motiviert sind. (Motivation ist wichtig für das gesamte Leben: privat und beruflich, als Arbeitnehmer und ggf. irgendwann einmal als Führungskraft.)
            • Anschließend könnten Sie arbeitsteilige Gruppenarbeiten durchführen lassen:
              • Aufgabenstellung A für sechs Azubis: in zwei Dreier-Gruppen jeweils eine Ideenliste entwickeln, wie / wodurch die Ausbildung mehr Motivation auslösen könnte. Beide Ideenlisten natürlich präsentieren lassen.
              • Aufgabenstellung B für sechs Azubis: in zwei Dreier-Gruppen jeweils eine Checkliste entwickeln, wie man sich als Azubi selbst motivieren könnte. Auch diese beiden Ideenlisten natürlich präsentieren lassen.
            Zusätzlich zum angestrebten Ziel (mehr Motivation) könnte dieses Vorgehen auch die Methodenkompetenz Ihrer Azubis fördern.
            Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen

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            • #7
              Ich finde die Motivation kann nur vom Azubi selbst kommen. Man muss den Jugendlichen klar machen, warum sie etwas lernen. Auch wenn sie irgendetwas lernen müssen, kann es später einen Mehrwert für sie bringen. Die Ausbildung darf nicht als Zwang gesehen werden sondern als Chance ihre Ziele zu erreichen. Vielleicht sehen auch nicht viele wie sie das zu ihren Zielen führen kann, dann muss man eben zeigen, dass es nur Schritt für Schritt geht.
              In kleinen Schritten zum Erfolg, ständige Forderung mit der Förderung der Jugendlichen.

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              • #8
                Hallo zusammen,

                meinem Vorredner muss ich hier widersprechen: Die Motivation kann nur vom Azubi selbst kommen.
                So ganz möchte ich das nicht stehen lassen.

                Sicherlich muss eine große Portion Motivation vom Azubi selbst kommen (intrinsisch),
                jedoch kommt Motivation auch von außen! Sprich vom Ausbilder, Mit-Azubis, dem Betrieb, aus der Berufsschule, dem privaten Umfeld, den Kollegen und und und.

                Wichtig ist einfach, dass die Motivation während der Ausbildungszeit nicht aus den Augen verloren wird.
                Immer wieder sollten Motivations-Kicks kommen, viele Ideen sind ja hier bereits genannt worden.

                Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Azubi nach erledigter Aufgabe auch nicht nur durch ein "Danke" nach Übergabe der Aufgabe erfreut ist,
                sondern vor allem auch motiviert wird durch eine detaillierte Rückmeldung. Ist ja auch für den Lernprozess wichtig.
                Sprich, "Vielen Dank, die Aufgabe haben Sie sehr gut gemeistert. Gerne besprechen wir das Ergebnis heute nachmittags." o.ä. und dann erfolgt eine detaillierte Rückmeldung zum Arbeitsergebnis des Azubis.
                So kann er aus etwaigen Fehlern lernen, ist aber auch motiviert durch die Aufmerksamkeit die ihm hier zuteil wird aber auch durch die Auseinandersetzung mit seinem Arbeitsergebnis.

                Fazit:
                Motivation ist für mich keine Einbahnstraße, sondern ein stetiger Prozess des Gebens und Nehmens.
                Motivation muss Aufmerksamkeit erfahren. Vor allem beim Fortschritt der Ausbildungsdauer.

                Grüße Grünlilie

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                • #9
                  gern ergänzend zum vorherigen Post:

                  Anerkennung ist ein starkes Motivationsinstrument (Maslow'sche Bedürfnis-Pyramide). - Die raffinierteste und kostengünstigste Art von Mitarbeiterführung / Azubi-Führung ist übrigens die sofortige ehrliche Anerkennung.

                  In Problemfällen geht es meist nicht nur um fehlende Motivation, sondern auch um das Gegenteil: Demotivation durch das Umfeld ...
                  Reinhold Vogt - Sie können Teile meines AEVO-OnlineKurses kostenfrei nutzen

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                  • #10
                    Meiner Meinung nach ist die Motivation natürlich einer der wichtigsten Faktoren, damit man sich für etwas interessiert. Aber ich habe auch gesehen, dass, je mehr man sich mit etwas beschäftigt, desto mehr gewinnt man dafür auch Interesse und man möchte über dieses Thema immer mehr wissen. Man muss nur erst einmal ins kalte Wasser springen.

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