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Meilenstein erreicht: Projekt „ko.ve.di“ lud zur Beiratssitzung ein

24.02.2022 | Uta Biallas

Das Projekt „ko.ve.di“ hat seine Analysephase abgeschlossen und damit seinen ersten Meilenstein erreicht. Um die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dieser Phase zu präsentieren und zur Diskussion zur stellen, lud das Projektteam den Projektbeirat zur ersten Sitzung ein.

Meilenstein erreicht: Projekt „ko.ve.di“ lud zur Beiratssitzung ein

Ist ein Projektmeilenstein erreicht, lädt das Team des Projekts „ko.ve.di“ seinen Projektbeirat ein: In den Sitzungen stellt das Team die erarbeiteten Ergebnisse und Erkenntnisse der abgeschlossenen Projektphase vor und gibt einen Überblick über die folgenden Schritte. Die Rückmeldungen der Beiratsmitglieder und der Austausch mit ihnen hat für das Projektteam dabei einen hohen Stellenwert. Denn der Beirat leistet beratende und richtungsweisende Unterstützung bei der Projektumsetzung. Darüber hinaus spielt der Beirat auch beim Transfer der Projektergebnisse eine wichtige Rolle: Die Teilnehmenden aus (Bildungs-)Politik, Wissenschaft und Wirtschaft können als Multiplikatoren dienen, die Projektergebnisse zu verbreiten und so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Beirat sichert nicht zuletzt durch seinen „Blick von außen“ und in seiner Funktion als Korrektiv eine hohe Projektqualität.

Projektteam informiert Beirat über Analysephase

In der ersten Beiratssitzung stellten Projektleiterin Uta Biallas und -mitarbeiterin Nina Woelke die Ergebnisse der Analysephase sowie zukünftige Planungen vor.

Zur Analysephase gehörten persönliche Interviews mit zwölf Betrieben, die die im Projekt festgelegten Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker/-in SHK, Tischler/-in, Kfz-Mechatroniker/-in und Informationselektroniker/-in anbieten. Auf diese Weise ermittelte das Team, welche Aufgaben und Situationen überhaupt zum Thema Konnektivität vorliegen. „Hier stellte sich heraus, dass es sich zum einen um Arbeiten wie das Prüfen und Installieren von digital vernetzten Komponenten handeln kann, zum anderen aber auch betriebliche Abläufe von Bedeutung sind“, erklärte Uta Biallas. Als Beispiel nannte sie die digitale Dokumentation von Arbeitsleistungen und -zeiten.

Von besonderer Bedeutung sei für die Betriebe auch der gewerkeübergreifende Aspekt: Über den Tellerrand hinausblicken, gemeinsam an Projekten arbeiten – so sieht die nahe Zukunft aus. In die Praxis umgesetzt, braucht es dazu „die Verknüpfung von Expertenwissen und eine neue Form der Kommunikation und des Austauschs.“

Digitale Vernetzung verändert das Handwerk bereits heute

Neben Workshops mit Betrieben und Mitarbeitenden in der Berufsbildung stand weiterhin eine schriftliche Betriebsbefragung auf dem Programm der ersten Projektphase. Die Quintessenz der Antworten fasste Nina Woelke in der Sitzung zusammen: Drei Viertel der befragten Betriebe bestätigten, dass die neuen digitalen Möglichkeiten ihre Arbeit bereits stark verändern würden. Ebenfalls ist mehr als die Hälfte der befragten Betriebe der Meinung, dass die handwerkliche Arbeit sich im Zuge der digitalen Vernetzung wandeln werde. „Nichtsdestotrotz kam jedoch auch immer wieder der Hinweis, dass das Handwerk Handwerk bleiben muss, auch trotz der zunehmenden digitalen Möglichkeiten“, betonte Nina Woelke.

Mit Blick auf die konkreten Bedarfe der Kompetenzvermittlung ergaben sich in den vier befragten Gewerken unter anderem folgende Rückmeldungen:

  • Handwerklich-technische Grundlagen vermitteln
  • Interesse an neuen Entwicklungen fördern
  • Ganzheitliches Prozessdenken vermitteln und fördern
  • Den Umgang mit neuem Wissen fördern
  • Auf die zunehmende digitale Vernetzung vorbereiten

Projekt entwickelt neue Lehrmodule zur digitalen Vernetzung

Bis zum nächsten Meilenstein ist nun einiges zu tun: Jetzt geht es darum, die gewonnenen Erkenntnisse und Qualifikationsbedarfe mit den aktuellen Lehrinhalten der überbetrieblichen Ausbildung abzugleichen. „Gibt es Lücken, die wir füllen können, werden wir neue Module entwickeln und direkt im bbz Arnsberg erproben“, erläuterte Projektleiterin Uta Biallas. Eine Anregung des Beirats war, die Ausrollung der Ergebnisse fundiert und strategisch vorzubereiten: So müsse für jedes Gewerk individuell herausgestellt werden, welches Wissen tatsächlich vermittelt werden sollte, und nicht versucht werden, das gesamte IT-Wissen in der Ausbildung unterzubringen. Vielmehr sei es wichtig, die Kompetenzen zu vermitteln, die die Betriebe wirklich weiterbringt.  

Die im Projekt entwickelten und erprobten Module sollen schließlich in einem Lern-Management-System zur Verfügung gestellt werden, so dass sich Auszubildende orts- und zeitunabhängig mit den Inhalten der digitalen Vernetzung beschäftigen können. Entwickelt werden soll ein außerdem ein digitales Vernetzungsmodell, welches als funktionsfähiges Abbild die globale Vernetzung darstellen soll. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits an.

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