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Das Know-how aus der Projektarbeit nutzen

„ProMech-I“ startet Transferprozess

08.10.2021 | Ralf Marohn

Die Projektergebnisse zugänglich zu machen und deren nachhaltige Nutzung sicherzustellen ist zentrale Aufgabe der im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung geförderten Projekte. Das Projekt „ProMech-I“ startete nun den Transferprozess innerhalb des saz - Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrums.

Das Know-how aus der Projektarbeit nutzen

Nach einem Jahr Projektlaufzeit hat das Projektteam von „ProMech-I“ mit dem innerbetrieblichen Transfer begonnen. Gestartet wurde in der Vorbereitungswoche für das neue Ausbildungsjahr mit diversen Workshops. In diesen zielte das Projektteam darauf ab, dass das Ausbildungspersonal in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) eine gemeinsame Vorstellung von einer digitalunterstützten ÜBA auf Grundlage bisheriger Projektergebnisse entwickelt. Die Workshops wurden interaktiv über Methoden wie Storytelling, World Café und Brainstorming gestaltet. In diesem Zusammenhang kamen auch digitale Tools zum Einsatz.

Startschuss für den Transferprozess

In einem ersten Treffen informierte das Projektteam zunächst das Ausbildungspersonal über Erfahrungen und Ergebnisse aus den Betriebserkundungen. Diesen methodischen Ansatz hat das Projektteam gewählt, um Veränderungen der Arbeitsprozesse in den Betrieben vor Ort zu analysieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für Austausch und Diskussionen: Die Ausbilder/-innen erarbeiteten sich in Teams einen allgemeinen Überblick über den Stand der digitalen Transformation in der ÜBA in ihrem Fachbereich, leiteten daraus den notwendigen Handlungsbedarf ab und diskutierten über die damit verbundenen Herausforderungen. An dieser Stelle kam es wiederholt zum regen Gedankenaustausch. Beispielsweise tauschten sich die Ausbilderinnen und Ausbilder konstruktiv über die Einsatzmöglichkeiten interaktiver Monitore in der ÜBA aus. Schwerpunkt bildete hierbei, welche technischen Möglichkeiten der Interaktion die Monitore in den Ausbildungsmethoden bieten. Begleitend berichteten die Ausbilderinnen und Ausbilder über ihre Erfahrungen sowie Veränderungsmöglichkeiten von Lehr- und Lernprozessen. In diesem Zusammenhang wurde ausprobiert, wie leicht es ist, mobile Endgeräte unabhängig vom Betriebssystem mit dem Monitor zu verbinden und kollaborativ zu lernen.  

Im weiteren Verlauf des Treffens stellte das Projektteam dem Ausbildungspersonal die bisherigen Ergebnisse aus der Projektarbeit vor. Dazu gehörten insbesondere die Nutzung der Lernplattform „ILIAS“ zur Dokumentation des Lernstandes und des Lernzuwachses, der aktuelle Entwicklungsstand der Virtual-Reality-Anwendung sowie Möglichkeiten des Einsatzes von Augmented Reality in der technischen Kommunikation in Lern- und Arbeitsprozessen. Letzteres wurde handlungsorientiert durchgeführt.

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Virtuelle Reality im Praxistest

Auszubildende und Lernprozess im Fokus

Der nun begonnene Transferprozess wurden in vier aufeinanderfolgenden Workshops fortgesetzt. In diesem diskutierten das Ausbildungspersonal über die Projektergebnisse im Zusammenhang mit folgenden Fragestellungen:

  • Welche digitalen Tools eignen sich in welchem Kontext zur Erreichung der Lernziele in der ÜBA?
  • Wie kann es gelingen, ein Ausbildungswissensmanagement in die ÜBA zu integrieren?
  • Welchen Nutzen bringen immersive Lernanwendungen in Lehr-/Lernprozessen?
  • Wie kann mit ausbildungsgerechten Lernprojekten die ÜBA unter Nutzung digitaler Technologien gestaltet werden?

Hierbei wurde das gemeinsame Verständnis über Anforderungen für digitalunterstützte Ausbildungsdienstleistungen weiterentwickelt.

Nach diesen Workshops kam das Projektteam schließlich zu einer gemeinsamen Vorstellung einer digitalunterstützten ÜBA: Für das Ausbildungspersonal bedeutet Digitalisierung nicht nur die Einführung neuer, digitaler Technologien. Vielmehr muss der Blick auf die Auszubildenden und ihre Lernprozesse gerichtet sein. In diesem Zusammenhang nimmt das Ausbildungspersonal eine entscheidende Rolle ein und ist daher zwingend in den Prozess einzubinden. Diese gemeinsam entwickelte Vorstellung bildet nun die Grundlage für den weiteren Transferprozess. Das Projektteam wird in den kommenden Monaten das Ausbildungspersonal kontinuierlich über die Ergebnisse informieren und Unterstützung bei der Übertragung auf weitere Berufsfelder leisten.

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