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Erstes Netzwerktreffen der Projekte im Sonderprogramm ÜBS – Digitalisierung

20.10.2016

Wie sieht der Beruf des Zahntechnikers in Zukunft aus, wenn der Zahnarzt seine Kronen ruck-zuck mit dem 3D-Drucker selbst herstellt? Was müssen Heizungs-Lüftungs-Klima-Techniker können, damit sich das Smart-Home selbst reguliert? Und welche Folgen hat das für die Ausbildung?

Erstes Netzwerktreffen der Projekte im Sonderprogramm ÜBS – Digitalisierung

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die acht Projekte der Förderlinie 2 im Sonderprogramm ÜBS - Digitalisierung. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und beschäftigen sich mit den Folgen der Digitalisierung für Qualifikationsanforderungen und Tätigkeitsprofile. Sie leiten die entsprechenden Konsequenzen für Berufsbilder, Ausbildung und die Qualifizierung des Bildungspersonals ab und entwickeln konstruktive Lösungen.

Am 20.10.2016 haben sich die Pilotprojekte zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, dessen Auftaktveranstaltung durch den Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser im BIBB eröffnet wurde. Ziel des Netzwerkes ist es unter anderem, eine gemeinsame Lehr- und Lernplattform für die überbetriebliche Ausbildung zu schaffen, auf die bundesweit zugegriffen werden kann. Damit sollen zeitgemäße Standards im Zeitalter der Digitalisierung geschaffen und eine Breitenwirkung entfaltet werden.

Während der eintägigen Veranstaltung wurde deutlich, dass es hier noch viel zu tun gibt. "Die acht beteiligten Kompetenzzentren nehmen eine wichtige Scharnierfunktion ein" betonte Prof. Esser, "Sie leisten nicht nur einen konstruktiven Beitrag auf dem Weg zur Berufsbildung 4.0, sondern auch dazu den Nachholbedarf der deutschen Wirtschaft in punkto Digitalisierung zu überwinden".

Das Sonderprogramm ÜBS - Digitalisierung wird vom BMBF gefördert und ist am Bundesinstitut für Berufsbildung angesiedelt. Das Sonderprogramm ist mit der Bekanntmachung durch den Bundesanzeiger am 10.12.2015 in Kraft getreten und umfasst zwei Förderlinien mit einem Finanzvolumen von insgesamt 74 Mio. Euro. In der Förderlinie 1 soll durch eine Investivförderung zur Modernisierung der Ausstattung im Bereich der Digitalisierung beigetragen werden. In der Förderlinie 2 werden die acht Pilotprojekte gefördert, die als überbetriebliche Ausbildungsstätten und anerkannte Kompetenzzentren in der Trägerschaft von Handwerkskammern und Verbänden sind. Die Projekte laufen seit dem 01.10.2016 und enden am 30.06.2019.

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