BP:
 

DInA-Elektro

Digitale Innovationen für die Ausbildung im Elektrohandwerk

Smart Buildings fordern von Fachkräften ein breites Prozess-und Systemverständnis. Daher plant das Elektrobildungs- und Technologiezentrum Dresden, die überbetriebliche Ausbildung für Elektroniker/-innen, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, an die veränderten Qualifizierungsbedarfe anzupassen.

DInA-Elektro

Die Digitalisierung hat die Geschäfts-, Arbeits- und Produktionsprozesse im Elektrohandwerk verändert. Elektroniker/-innen installieren und konfigurieren Software in intelligenten Gebäuden, vernetzen Alarmanlagen, Fenstersensoren und Beleuchtung miteinander. Auch die Planung von „Smart Buildings“ auf den Baustellen gehört zum Tätigkeitsprofil. Die Fachkräfte berücksichtigen energetische und ökologische Aspekte und beraten Kundinnen und Kunden bezüglich neuer Funktionen.

Dabei erfordern die steigende Komplexität und die digitale Vernetzung in der Elektro-, Energiesystem- und Gebäudetechnik von den Fachkräften immer neue Kompetenzen, wie z.B. das Verständnis von Prozessen und Systemen. Diese Kompetenzen sollen Auszubildende zukünftig in modernisierten überbetrieblichen Ausbildungskursen für den Beruf Elektroniker/-in mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik erwerben können. Hier setzt das Projekt „DInA-Elektro“ an.

Ziele

Das Projektteam hat sich zum Ziel gesetzt, das Prozess- und Systemverständnis der künftigen Fachkräfte zu fördern und ihnen die notwendigen Fachkompetenzen zu vermitteln. Zu diesem Zweck beabsichtigt es, innovative Lösungen für die überbetriebliche Ausbildung zu entwickeln und das Ausbildungspersonal weiterzubilden.

Projektschritte

Zur Projektumsetzung sind mehrere Schritte geplant:

  • Das Projektteam analysiert die Arbeitsprozesse und -aufgaben der Elektroniker/-innen mit der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Um den Qualifizierungsbedarf zu bestimmen, werden die Ausbildungspläne mit den Anforderungen verglichen.
  • Darauf basierend werden die Ausbildungspläne weiterentwickelt. Ziel ist es, sechs moderne Ausbildungskurse zu erproben und zu etablieren.
  • Dazu erstellt das Team flexible Lernkonzepte, die Prozesswissen und Systemverständnis vermitteln. Kernelement ist das Mikrolernen (Lernen in kleinen Lerneinheiten), das den Auszubildenden einen individuellen Lernprozess ermöglichen soll.
  • Für die Lernszenarien entwickelt es Multimedia-Inhalte und setzt digitale Medien ein.
  • Die sechs Ausbildungskurse werden durch Befragungen unter Ausbildenden und Auszubildenden sowie in Workshops evaluiert.
  • Das Projektteam entwickelt ein Qualifizierungskonzept, um die Medienkompetenz des Bildungspersonals zu fördern und Ausbildende darin zu schulen, neue Lernszenarien mit digitalen Medien (Virtual Reality, Gamification-Elemente) anzureichern.