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Neue Ausstattung im Projekt „DALiB“ im Einsatz

09.03.2022 | Valentin Döring, Michael Wieczorek

Im Projekt „DALiB“ kommen an den Projektstandorten AFZ Walldorf und ÜAZ Glauchau seit Jahresbeginn hochmoderne Maschinen zum Einsatz. Durch die Integration der neusten Maschinentechnik in die Ausbildung können Auszubildende adäquat auf die komplexen Anforderungen am Arbeitsmarkt vorbereitet werden.

Neue Ausstattung im Projekt „DALiB“ im Einsatz

Standort AFZ Walldorf: Planierraupe der neusten Generation im Einsatz

Im Projekt „DALiB“ wurde am Standort AFZ Walldorf als hochmoderne Baumaschine eine Planierraupe mit 3D-Maschinensteuerung und globalem Navigationssatellitensystem (GNSS) angeschafft. Um bestmöglich auf die Praxis vorbereitet zu werden, lernen die Auszubildenden aller drei Projektstandorte den Umgang mit der automatischen Maschinensteuerung dieser aktuellen Raupen-Generation. Dazu schulte gleich zu Beginn des Jahres der Ausbilder Hannes Happ eine Gruppe Auszubildender des „DALiB“-Verbundpartners ÜAZ Glauchau.

„Ein entscheidender Vorteil an der neuen Raupe ist die Bauform. Die Motorhaube ist sehr schmal und stark abgeschrägt. Dadurch haben die Auszubildenden eine verbesserte Sicht nach vorne. Gerade für Anfänger ist das eine Erleichterung bei der Maschinenbedienung“, erläutert Hannes Happ. Darüber hinaus verfügt die neue Planierraupe über leicht zu erreichenden Wartungsklappen, die einen Zugriff auf einzelne Bauteile ermöglichen, ohne dass die Motorhaube geöffnet werden muss. „So haben die Lehrgangsteilnehmenden jederzeit Zugriff auf die wichtigen Baugruppen der Raupe. Das ist besonders bei Schulungen zur Inbetriebnahme hilfreich“, erklärt Ausbilder Happ. Durch die Erfüllung der aktuellen EU Stufe 5 und das emissionsarme Laufwerk, das eine lange Lebensdauer ermöglicht, lässt sich die Raupe zudem sehr wirtschaftlich und umweltfreundlich betreiben. Die mit Touchscreen ausgestattete Steuereinheit ermöglicht außerdem eine leicht verständliche und intuitive Bedienung.

Vier Männer stecken auf einem winterlichen Feld. Im Hintergrund ein Bagger und eine weitere Baumaschine.

Standort ÜAZ Glauchau: Modernste Maschinentechnik für Baugeräteführer/-innen

Ein intelligenter Hydraulikbagger mit integrierter 3D-Maschinensteuerung sowie ein Walzenzug mit Telematik und automatischer Verdichtungskontrolle gehören seit Jahresbeginn zur Ausstattung des ÜAZ Glauchau. Nach der Einweisung des Ausbildungspersonals werden die angehenden Baugeräteführer/-innen nun mit der neuen Maschinentechnik ausgebildet. Die digitalen Unterstützungssysteme verbessern unter anderem die Arbeitssicherheit. „Am Bagger sind mehrere Kameras installiert, die in Echtzeit ein 360-Grad-Bild der direkten Umgebung auf einen Monitor in der Fahrerkabine übertragen. Vor jeder Bewegung kann der Fahrer so einfach die Umgebung der Maschine überprüfen“, sagt Baumaschinenmeister und Ausbilder Sven Förstel. Der neue Walzenzug bringt neben einer sehr umfangreichen Telematik auch Erleichterungen für Walzenfahrende mit. So wird den Bedienenden in einem Display mit Ampelfarben der Verdichtungsgrad angezeigt. Durch das automatische Anpassen der Amplituden können sie die Verdichtungsergebnisse optimieren.

Zurzeit sind in vielen sächsischen Ausbildungsbetrieben Maschinen ohne eine entsprechende, digitale Ausstattung vorherrschend. Die neue Technik ist aber im Kommen. Durch die moderne Maschinentechnik im ÜAZ Glauchau kann daher bereits in der Ausbildung auf die digitalen Möglichkeiten eingegangen werden. So kann zum Beispiel die Bauleitung oder das Ausbildungspersonal Auszubildenden Arbeitsaufträge, zum Beispiel zum Ausheben einer Baugrube, direkt auf das Display des Baggers einspielen. Durch die automatische Erfassung und Übermittlung von Telematikdaten des Baggers und der Walze, zum Beispiel zum Arbeitsfortschritt oder Maschinenverbrauch, „kommuniziert“ der Auszubildende nun direkt mit der Bauleitung.

Die Herausforderung für das Ausbildungspersonal ist deshalb nun, Lehrgangskonzepte so anzupassen, dass die angehenden Baugeräteführer/-innen befähigt werden, mit den herkömmlichen wie auch mit den moderneren Baumaschinen arbeiten zu können. Bezogen auf die neue Technik werden die Auszubildenden zunehmend zu Multiplikatoren in ihren Firmen und können ihren Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten die Vorteile der neuen Möglichkeiten erläutern.

 

Nur durch den Einsatz moderner Baumaschinen mit aktuellen Technologien können Auszubildende bestmöglich auf die komplexen Anforderungen am Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Das Projekt „DALiB“ trägt mit dem Einsatz der neuen Maschinentechnik dazu bei, dass die Projektziele rund um die Vermittlung digitaler Kompetenzen erreicht werden können.

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