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Die überbetriebliche Ausbildung modernisieren — das Sonderprogramm zur Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten

Digitale Kompetenzen sind mittlerweile in nahezu jedem Ausbildungsberuf gefragt. Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) unterstützen KMU dabei, Fachkräfte zeitgemäß auszubilden. Sie ergänzen die Ausbildung mit digitalen Inhalten, wenn Betriebe diese nicht selbst vermitteln können. Auch das Lernen in der ÜBS wird digitaler. Daher müssen ÜBS innovative Technik anschaffen und Lernszenarien kontinuierlich weiterentwickeln. Damit ÜBS ihr Ausbildungsangebot mit digitalen Technologien und modernen Lernszenarien anreichern können, unterstützt sie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Sonderprogramm zur Förderung von Digitalisierung in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten und Kompetenzzentren.

Roboter, VR-Brillen und Simulatoren in der Ausbildung – längst keine Zukunftsvision mehr! Wie aber kommt die digitale Technik in die ÜBS? Das erfahren Sie in unserem Erklärfilm.

Die Digitalisierung durchdringt die Arbeitswelt und verändert sie: Bäcker/-innen backen Kuchen mit 3D-Druckern, Landwirt/-innen nutzen Sensoren zur Überwachung der Tiere und Mechatroniker/-innen arbeiten zunehmend mit Computersimulationen. Die neuen Tätigkeiten und Arbeitsabläufe stellen hohe Anforderungen an die Fachkräfte — und an die berufliche Bildung. Digitales Wissen sowie Prozess- und Systemverständnis sollten Fachkräfte bereits in der dualen Ausbildung erwerben.

Eine Ausbildung auf dem neuesten Stand der Technik stellt jedoch viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große Herausforderungen. Oftmals fehlen ihnen die Ressourcen, den digitalen Wandel zu gestalten und die Vorteile der Digitalisierung für sich zu nutzen. ÜBS können sie dabei unterstützen. Sie ergänzen die betriebliche Ausbildung durch praxisnahe Lehrgänge und tragen mit modernen Ausbildungsangeboten dazu bei, Fachkräften digitale Kompetenzen zu vermitteln. Nicht zuletzt gewinnt die duale Ausbildung durch den Einsatz digitaler Technologien an Attraktivität und bereitet junge Menschen optimal auf die Arbeitswelt von Morgen vor.

Förderangebote für ÜBS

Damit ÜBS ihr Ausbildungsangebot modernisieren und KMU bei der zeitgemäßen Ausbildung ihrer Fachkräfte unterstützen können, fördert sie das BMBF seit 2016 mit dem Sonderprogramm. Viele ÜBS haben das Angebot bereits genutzt, um ihre Ausstattung mit digitalen Technologien zu erweitern: Von Drohnen über Roboter bis hin zu Smartphones und Outdoor-Tablets — an über 200 ÜBS-Standorten sind rund 61.000 Gegenstände in die Werkstätten und Lernräume der ÜBS eingezogen (Stand: Mai 2022). Bis Ende des Programms 2023 sollen insgesamt 224 Mio. Euro in moderne Ausbildung fließen.

Um die Modernisierung in den ÜBS weiter voranzutreiben werden auch Projekte gefördert, die die Ausbildung digital gestalten. Bisher haben acht Projekte in Kompetenzzentren neue Ausbildungskurse und -konzepte entwickelt und erprobt. Solche Beispiele guter Praxis soll es in Zukunft noch mehr geben. Daher hat das BMBF das Sonderprogramm 2020 mit neuen Fördermöglichkeiten ausgeweitet und verlängert. So konnten insgesamt 20 neue Projekte an den Start gebracht werden.

An den neuen Projekten beteiligt sind ÜBS aus Handwerk, Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Industrie und Handel. In einem Teil der Projekte liegt der Fokus darauf, die Anforderungen der Wirtschaft durch die Digitalisierung zu identifizieren und diese in Ausbildungskurse umzusetzen. In den anderen Projekten liegt der Schwerpunkt darauf, neue Technologien in die überbetriebliche Ausbildung zu transferieren.

Über das Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung wird weiterhin digitale Ausstattung gefördert. Informationen dazu finden Sie unter Projektumsetzung.

Ergebnisse nutzbar machen

Um die Projektergebnisse in der Berufsbildungslandschaft zu verbreiten und die Modernisierung der überbetrieblichen Ausbildung bundesweit zu befördern, entwickeln die Projektteams Strategien für den nachhaltigen Transfer der Projektergebnisse. Sie arbeiten beispielsweise gemeinsam in Transferwerkstätten an Themen wie Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit, präsentieren ihre Erkenntnisse auf Fachveranstaltungen und bringen sie in Gremien ein. Außerdem stellen sie die Projektergebnisse über frei zugangliche Medien wie dem Ausbildungsportal foraus.de für andere Bildungsstätten bereit. Diese können dann das erarbeitete Know-how für die Modernisierung ihres Ausbildungsangebots nutzen.

So wurden beispielsweise in den ersten acht Projekten Online-Kurse für angehende Elektroniker/-innen und Zahntechniker/-innen, eine Lernplattform für SHK-Anlagenmechaniker/-innen und eine virtuelle Werkstatt zum Thema Gebäudeleit-, Schließ- und Sicherheitstechnik entwickelt. Zudem produzierten die Projektteams Erklärvideos mit verschiedenen Aufgaben zum Lernen am Kundenauftrag, die anderen Ausbilder/-innen Ideen für die Gestaltung ihrer Ausbildung bieten.

Web-Dossier zur Qualifizierung des Ausbildungspersonals in ÜBS erschienen
Montag, 11. Juli 2022

Web-Dossier zur Qualifizierung des Ausbildungspersonals in ÜBS erschienen

Für eine zukunftsorientierte überbetriebliche Ausbildung benötigen überbetriebliche Berufsbildungsstätten digital kompetentes Ausbildungspersonal. Aber wie können Ausbildende gut qualifiziert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue Web-Dossier des Sonderprogramms ÜBS-Digitalisierung.

zum Dossier
20. Projekt im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung gestartet
Donnerstag, 6. Januar 2022

20. Projekt im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung gestartet

Zum Jahresbeginn startete das 20. Entwicklungs- und Erprobungsprojekt für eine moderne überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung: „Augmented Reality zur Umsetzung digitaler Bauwerksmodelle (ARUB)“. Das Projekt möchte die ÜBA mit AR-gestützten Lernszenarien anreichern.

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Ansprechpartner/-innen im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung

Sie haben Fragen? Bitte kontaktieren Sie uns unter 0228 107-2008 oder senden Sie eine Nachricht an die zuständige Kontaktperson.

Programmkoordination

N.N.

Wissenschaftliche Mitarbeit

Martyna Biedrzycka-Schmidberger

Dr. Bernhard Hilkert

Dr. Kathrin Knautz

Sara Müller

Stefanie Weyh

Sachbearbeitung

Tatjana Grintz
Hamburg, Rheinland-Pfalz

Carolin Jaehne
Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen

Rodica Knaack
Brandenburg, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen-Anhalt

Stefanie Maldonado
Bayern

Nadine Meier
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen

Martina Lemmer
Verwendungsnachweisprüfung

Öffentlichkeitsarbeit

Caroline Paskamp

Programmassistenz

N. N.

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