Allgemeine Anforderungen an das ÜBS-Ausbildungspersonal
Abbildung 1: Allgemeine Anforderungen an das ÜBS-Ausbildungspersonal

In einem zweiten Schritt überprüfte das Projektteam, welche Auswirkungen die voranschreitende Digitalisierung auf die Anforderungen an die Ausbilder/-innen in der ÜBA hat. Dabei untersuchten die Projektmitarbeiter/-innen folgende inhaltliche Aspekte:

Die Erhebung erfolgte über eine Dokumentenanalyse, über Betriebserkundungen in Ausbildungsbetrieben, strukturierte Einzelinterviews, Mitarbeitergespräche und -befragungen und Gruppendiskussionen. Außerdem befragte das Projektteam Kund/-innen zu ihrer Zufriedenheit mit den Angeboten der ÜBA. Die Ergebnisse der Erhebungen machen deutlich, dass sich Veränderungen bei den fachspezifischen und berufspädagogischen Kompetenzen vollziehen. Auslöser sind einerseits die veränderten Kompetenzanforderungen an die Auszubildenden, wodurch Ausbildende neue Inhalte und Fähigkeiten vermitteln müssen. Andererseits erweitern sich die Gestaltungsspielräume von Lehr- und Lernprozessen durch den Einsatz digitaler Technologien und Medien, für die Ausbildende sensibilisiert werden müssen. Auch Veränderungen in den Ausbildungsordnungen führen dazu, dass Ausbildende ÜBA-Angebote inhaltlich anpassen müssen. Um betriebliche Arbeitsprozesse adäquat und zeitgemäß abzubilden, sind Ausbilder/-innen schließlich gefordert, die ÜBA mit den digitalen Technologien anzureichern, die in den Betrieben verwendet werden.

All das hat Konsequenzen für die Anforderungen an die berufliche Handlungskompetenz des überbetrieblichen Bildungspersonals: Von Ausbilder/-innen wird gefordert, dass sie bereit und fähig sind, die ÜBA vor dem Hintergrund der voranschreitenden Digitalisierung didaktisch-methodisch zielorientiert und adressatengerecht zu gestalten. Das wiederum bedeutet, dass Ausbilder/-innen bereit und in der Lage sein müssen …

Damit das Ausbildungspersonal diesen veränderten Anforderungen an die berufliche Handlungskompetenz begegnen kann, müssen Fachkompetenzen (domänenspezifische und berufspädagogische Fachkompetenz) und personale Kompetenz (Selbst- und Sozialkompetenz) weitentwickelt werden.