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Projekt „DALiB“ lud zum Meilensteintreffen

15.04.2021

Beim Meilensteintreffen des Projekts „DALiB“ stellte das Projektteam den aktuellen Stand der Digitalisierung im Baumaschinenbereich vor. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden über die daraus resultierenden Auswirkungen auf die überbetriebliche Ausbildung.

Projekt „DALiB“ lud zum Meilensteintreffen

Als ersten Meilenstein im Projektvorhaben „DALiB“ galt es, den aktuellen Stand der Digitalisierung im Baumaschinenbereich zu analysieren, zukünftige Technologien zu identifizieren und erste didaktische Vorüberlegungen zu treffen. Mit dieser Aufgabe beauftragte das Projektteam die Technische Universität (TU) Dresden. Die Ergebnisse der Analyse stellten Vertreter der TU Dresden beim digitalen Meilensteintreffen am 8. April 2021 den über 20 zugeschalteten Teilnehmenden vor.

Digitale Technik im Baumaschinenbereich

Laut Analyse der TU Dresden sind folgende digitale Entwicklungen im Baumaschinenbereich relevant:

  • Automatisierung von Maschinen in vier Stufen (Assistenz, Fernsteuerung, Teil-Automatisierung, Voll-Autonomie)
  • Sensorik zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und zur Erhöhung der Effizienz (keine zusätzliche Einweisung notwendig)
  • Hybride und vollelektrische Antriebe zur Einsparung von Kraftstoffen
  • Telematik (Datenübertragung) zur Überwachung und Sicherung der Baumaschinen
  • Vermessung und Maschinensteuerung

Das Tempo des digitalen Wandels im Baumaschinenbereich werde dabei von den Herstellern vorgegeben, erklärte Projektleiter Torsten Wachenbrunner: „Die Hersteller sind bei der Digitalisierung ihrer Maschinen weit voraus. Wir müssen mit der Ausbildung entsprechend Schritt halten“, betonte er. Das Projektteam strebt daher an, digitale Lernbausteine für verschiedene Baumaschinenkategorien (z.B. Krane, Radlader, Kettenbagger) zu entwickeln und die überbetriebliche Ausbildung zu modernisieren.

Auf dem Weg zu einer breit angelegten Basisausbildung

In der anschließenden Gesprächsrunde wurde unter anderem über eine große Herausforderung für die Ausbildung im Baumaschinenbereich diskutiert: Neben den neuen, mit digitaler Technik ausgestatteten Maschinen ist der Altbestand immer noch groß. Fachkräfte müssen daher in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich nicht nur den Umgang mit den neuen Technologien erlernen, sondern weiterhin auch, wie sie eine Maschine ohne Assistenzsysteme sicher und effizient steuern. „Wir benötigen eine breit angelegte Basisausbildung, mit der wir den Spagat zwischen Altem und Neuen bewältigen“, so Wachenbrunner.

Inwiefern die Basisausbildung so breit angelegt sein kann, dass ausgebildete Fachkräfte Maschinen aller Hersteller bedienen können, wurde im Plenum aufgrund der unterschiedlichen Systeme in Frage gestellt. Das Projektteam strebt daher eine enge Zusammenarbeit mit den Herstellern an. Darüber hinaus werde vermutlich eine Spezialisierung innerhalb des Ausbildungspersonals sowie ein entsprechendes Weiterbildungsangebot notwendig werden, erläuterte Wachenbrunner.

Das Projektteam plant daher in einem nächsten Schritt, mit Ausbildenden ins Gespräch zu kommen, um die Ergebnisse der Analyse mit fachlichen Kompetenzen zu untersetzen und Inhalte handlungs- und fachsystematisch zu strukturieren. Das Team der TU Dresden soll außerdem die Ergebnisse der Analyse in Workshops an Ausbildende in den Betrieben und an Berufsschullehrkräfte weitergeben.