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Informationsveranstaltungen zum neuen Ausbildungsberuf "Gestalter/Gestalterin für immersive Medien (GIM)"

02.02.2023

Technologien im Bereich immersiver Medien und ihre vielfältigen Anwendungen werden im beruflichen Alltag weiter an Bedeutung gewinnen. Damit wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, um diese zu entwickeln und zu gestalten. Dementsprechend wird derzeit die dreijährige duale Ausbildung "Gestalter/Gestalterin für immersive Medien (GIM)" entwickelt. Im Vorfeld zum Ausbildungsstart im August 2023 informiert eine bundesweite Veranstaltungsreihe über den neuen Beruf.

Informationsveranstaltungen zum neuen Ausbildungsberuf "Gestalter/Gestalterin für immersive Medien (GIM)"

Für interessierte Ausbildungsbetriebe werden alle wichtigen Informationen rund um den neuen Ausbildungsberuf, inhaltliche Anforderungen und rechtliche Fragestellungen in einer Reihe von Informationsveranstaltungen präsentiert und zur Diskussion gestellt. Die vom DIHK, BIBB und dem Fachverband für Virtual Reality e.V. (EDFVR e.V.) getragene Veranstaltungsreihe startete am 01. Februar 2023 in den Räumen der IHK in Hamburg. Weitere Veranstaltungen finden in Berlin, Köln, München und Stuttgart statt.

Das Neuordnungsverfahren zur Entwicklung des neuen Ausbildungsberufes wurde nach einer Voruntersuchung auf Empfehlung des BIBB gestartet. Um bei geringeren Ausbildungszahlen eine einheitliche Struktur vorzugeben, wird die dreijährige Ausbildung zunächst als Monoberuf ohne Differenzierungsmöglichkeiten in Fachrichtungen oder Wahlmodule aufgesetzt. Im ersten Jahr wird der Beruf vorerst gemeinsam mit dem Beruf Mediengestalter/Mediengestalterin Bild und Ton beschult, um Synergieeffekte zu nutzen. Inhalte der Ausbildung sind 3D Modeling, 3D Animation, Shading, Texturing, 3D Audio, Entwickeln mit Autoren- und Entwicklungstools wie Unity und Unreal, Streaming, Kundenberatung und Projektmanagement.

Die ausgebildeten Fachkräfte arbeiten in Unternehmen der Produktion immersiver Medien (Augmented Reality/Virtual Reality/Mixed Reality/360-Grad-Video) und anderen Unternehmen der "virtual production". Sie werden Teil der Teams in Produktionsbetrieben der audiovisuellen Medien genauso wie in Broadcasting Enterprises, zum Beispiel in Fernsehanstalten. Sie können dieses Tätigkeitsfeld in Werbeagenturen, in der Games-Branche oder in Unternehmen mit großen Marketing- und Werbebudgets abdecken. Die zukünftigen Gestalter und Gestalterinnen für immersive Medien arbeiten in Teams mit Programmierern (Fachinformatikern/Fachinformatikerinnen) und 3D-Artists zusammen und erstellen selbst Bild- und Tonaufnahmen für die Produktion. Sie unterstützen die Präsentation und Demonstration von Lösungen bei ihren Kunden.

Save the Date!

Sichern Sie sich die Teilnahme an einer Veranstaltung in Ihrer Region:

Berlin

  • Zeit: 09. Februar 2023 | 15:00 Uhr - 17:30 Uhr
  • Ort: Mendelssohn-Saal des DIHK | Breite Straße 29 | 10178 Berlin

Programm (PDF)
Anmeldung

Köln

  • Zeit: 14. Februar 2023 | 14:30 Uhr - 17:00 Uhr
  • Ort: KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH | Raum Open Space | Börsenplatz 1 | 50667 Köln

Programm (PDF)
Anmeldung

München

  • Zeit: 08. März 2023 | 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
  • Ort: IHK für München und Oberbayern und DIHK | Forum der IHK für München und Oberbayern | Orleansstraße 10-12 | 81669 München

Programm (PDF)
Anmeldung

Stuttgart

  • Zeit: 22. Mai 2023 | am Nachmittag (genaue Uhrzeit steht noch nicht fest)
  • Ort: IHK Region Stuttgart | Jägerstraße 30 | 70174 Stuttgart

Anmeldung in Kürze möglich

 

Kontakt
Bei Fragen zur Veranstaltungsreihe wenden Sie sich bitte an:
Michael Assenmacher
assenmacher.michael@dihk.de

Vergangene Veranstaltungen:

Hamburg

  • Zeit: 01. Februar 2023 | 14:30 Uhr - 16:30 Uhr
  • Ort: Handelskammer Hamburg | Merkur-Zimmer | Adolphsplatz 1 | 20457 Hamburg

Präsentation der Veranstaltung (PDF, 304 KB)

Weitere Informationen zum neuen Ausbildungsberuf

In den vergangenen Jahren haben sich die Einsatzmöglichkeiten immersiver Medien, zu denen insbesondere Augmented Reality, Virtual Reality, Mixed Reality sowie 360°-Anwendungen gehören, deutlich erweitert. Im Bereich der Technologie sind Hard- und Software wesentlich anwendungsfreundlicher geworden und auch die Infrastruktur wurde verbessert. Seit einigen Jahren haben sich vielfältige Angebote, insbesondere in den Bereichen Produktion (Industrie 4.0), im Handel, in der Medizin sowie in Bildung und Kultur, entwickelt. Mittelfristig ist damit zu rechnen, dass durch den Ausbau der digitalen Infrastruktur und der Erhöhung von Bandbreiten für die mobile Datenübertragung (5 G) eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen wird, dass immersive Medien nicht mehr nur hauptsächlich stationär genutzt, sondern sie auch mobil von unterwegs eingesetzt werden können. Der aktuelle Fortschritt lässt somit erwarten, dass die Technologien im Bereich der immersiven Medien und ihre vielfältigen Anwendungen im beruflichen wie privaten Alltag zukünftig eine weiter wachsende Rolle spielen werden. Mit der deutlichen Entwicklung des Marktes und der Technologie wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Personal, das in der Lage ist, immersive Medien zu entwickeln und zu gestalten. Im Moment gibt es jedoch noch einen großen Fachkräftemangel; der Bedarf kann zurzeit weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht gedeckt werden. Im Ergebnis einer Voruntersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurde festgestellt, dass die Schaffung eines eigenständigen dreijährigen Ausbildungsberufes als beste Möglichkeit gesehen wird, langfristig qualifiziertes Personal zu entwickeln (https://www.bibb.de/dienst/dapro/daprodocs/pdf/eb_22338.pdf). Auf Initiative der Sozialparteien hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz das BIBB mit der Entwicklung einer entsprechenden Ausbildungsordnung beauftragt. Zurzeit läuft die Arbeit der Sachverständigen des Bundes und der Länder.

Gestalten von virtuellen Welten mit immersiven Technologien, Konzipieren und Entwickeln von immersiven Medien mit Autorenwerkzeugen und in Entwicklungsumgebungen, Gestalten von User Experience und User Interfaces, Publizieren und Distributieren von immersiven Medienprojekten, Erstellen von Prototypen, 3D-Modellen, Animationen, virtuellen Umgebungen und immersiven Klangwelten, Durchführen von Bild- und Tonaufnahmen in realen und virtuellen Produktionen, Arbeiten in interdisziplinären, multikulturellen und dezentralen Teams, Beraten von Kundinnen und Kunden, Präsentieren und Demonstrieren von Anwendungsszenarien, Planen des Produktionsaufwandes und von Ressourcen, insbesondere unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten, Einhalten von rechtlichen und ethischen Grundlagen bei der Erstellung immersiver Medien, Abschließen, Validieren, Dokumentieren und Archivieren von Projekten.

Gestalter für immersive Medien/Gestalterinnen für immersive Medien arbeiten in AR-, VR-, und XR-Unternehmen, bei Medienunternehmen mit digitalen Schwerpunkten, Film- und TV-Produktionsbetrieben und im Rundfunk, Marketing- und Kommunikationsagenturen, Innovations- und Marketingabteilungen von Unternehmen sowie IT- und Entwicklungsabteilungen in Produktionsbetrieben.