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OECD-Studie belegt: Zweigleisiges System aus beruflicher und akademischer Bildung hat großes Potential und eröffnet Chancen

17.09.2018

Im internationalen Vergleich steht Deutschland mit seinem Bildungssystem gut da. Die Zweigleisigkeit aus beruflicher und akademischer Bildung gewährleistet ein stabiles, leistungsfähiges Bildungssystem, das Chancengerechtigkeit ermöglicht und gute Voraussetzungen für die digitale Zukunft schafft. Dies belegt der aktuelle OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2018".

OECD-Studie belegt: Zweigleisiges System aus beruflicher und akademischer Bildung hat großes Potential und eröffnet Chancen

Die diesjährige Studie betont insbesondere die hohe Flexibilität und zukunftsweisende Qualifizierung, die hohe Bildungsbeteiligung von Frauen und Männern gleichermaßen sowie die weit überdurchschnittliche MINT-Orientierung. Darüber hinaus biete das deutsche Bildungssystem gute Perspektiven für die Integration junger Zuwanderer.

Der OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2018" wurde von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 11. September 2018 gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellt. Bei der Präsentation der Daten verwies Bundesbildungsministerin Anja Karliczek auf die Chancenvielfalt, die es ermögliche, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, den passenden Karriereweg zu gehen und damit die Grundlage für ein gutes Leben zu legen. Berufliche Bildung und akademische Bildung seien gleichwertige und zukunftsfähige Karrierealternativen. "Es freut mich sehr, dass der OECD-Bericht diese besondere Stärke Deutschlands anerkennt." so Karliczek.

Die Hervorhebung der beruflichen Bildung ist besonders erfreulich, da die OECD das deutsche Bildungssystem in den vergangenen Jahren wiederholt für die ihrer Ansicht nach zu geringe Akademikerquote gerügt hatte, ohne die Besonderheit des dualen Systems entsprechend zu berücksichtigen.

In den letzten 10 Jahren ist die Beschäftigungsquote für junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren mit einem Abschluss im mittleren Qualifikationsbereich um sechs Prozentpunkte von 77 % (2007) auf 83 % (2017) angestiegen. Sie liegt damit weit über dem OECD-Durchschnittswert (77 %). Auch bei jungen Zuwanderern funktioniert der Übergang von Bildung in Beschäftigung gut.

Weitere Informationen

www.oecd.org/berlin/publikationen/bildung-auf-einen-blick.htm

Quelle: KMK