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Die Berufsbildung zukunftsfähig machen

08.04.2022

Zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat das BIBB ein Wissenschaftliches Diskussionspapier zur Weiterentwicklung der Berufsbildung veröffentlicht. Dazu wurden mehrere Thesen entwickelt, aus denen Handlungsempfehlungen für wichtige Phasen beruflicher Bildung abgeleitet wurden.

Die Berufsbildung zukunftsfähig machen

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein Wissenschaftliches Diskussionspapier (WDP) zur Weiterentwicklung der Berufsbildung veröffentlicht. Dazu hat eine Arbeitsgruppe neun Thesen entwickelt, aus denen Handlungsempfehlungen für wichtige Phasen beruflicher Bildung abgeleitet wurden: Es geht um berufliche Orientierung, das Übergangssystem, die duale Berufsausbildung, die Berufsbildung im Pflegebereich, die formale berufliche Weiterbildung, die non-formale berufliche Weiterbildung, die Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, die Qualifizierung des Berufsbildungspersonals, Entrepreneurship und Intrapreneurship. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe grundlegende Prinzipien formuliert, die eine moderne Berufsbildung ausmachen und die den Thesen als „+1-Komponente“ voranstehen.

Sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben bei der Erstellung des WDP mitgewirkt. Die Leitung der Arbeitsgruppe hatten BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser und Prof. Dr. Karl Wilbers, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung an der FAU. Anlass der Publikation sind zwei zentrale Erkenntnisse. Auf der einen Seite steht der Bedarf an einer ausreichenden Anzahl qualifizierter Fachkräfte, um die anstehenden Herausforderungen, insbesondere die demographische Entwicklung, die Dekarbonisierung sowie die Digitalisierung, bewältigen zu können. Auf der anderen Seite dokumentiert die Entwicklung der Ausbildungsvertragszahlen in den vergangenen Jahren: Der Weg über eine berufliche Ausbildung in eine sichere Beschäftigung oder in die Selbständigkeit ist offensichtlich immer weniger attraktiv.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser betont in diesem Zusammenhang: „Angesichts der Bedingungslage und der Herausforderungen, die die Transformation mit sich bringt, muss die berufliche Bildung zwingend zukunftsfester werden. Wir dürfen uns dabei nicht scheuen, auch neue Wege zu gehen!“  

Prof. Dr. Karl Wilbers hebt hervor: „Das Ziel der Arbeitsgruppe 9+1 ist es, wissenschaftlich gut gestützte und konkrete Hinweise zur Weiterentwicklung der Berufsbildung vorzulegen, und zwar in der ganzen Breite“.

Der „Arbeitsgruppe 9+1“ gehörten an: Prof. Dr. Taiga Brahm, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Lehrstuhl für Ökonomische Bildung und Wirtschaftsdidaktik; Prof. Dr. Hubert Ertl, Bundesinstitut für Berufsbildung und Universität Paderborn, Professur für Berufsbildungsforschung; Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Bundesinstitut für Berufsbildung, Honorarprofessor an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln; Prof. Dr. Dietmar Frommberger, Universität Osnabrück, Fachbereich 3 – Berufs- und Wirtschaftspädagogik; Prof. Dr. Birgit Reißig, Deutsches Jugendinstitut, Leiterin FSP Übergänge im Jugendalter und der Außenstelle Halle; Prof. Dr. Karl Wilbers, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung; Prof. Dr. Lars Windelband, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Institut für Bildung, Beruf und Technik.

(Pressemitteilung des BIBB vom 06.04.2022)

Weitere Informationen

Das WDP „Zukunftsfähig bleiben! 9 +1 Thesen für eine bessere Berufsbildung“ sowie eine Kurzfassung davon finden Sie unter www.bibb.de/de/154751.php

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