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EU-Bildungsprogramm Erasmus+ fördert die Entwicklung Beruflicher Exzellenzzentren

27.04.2021

Unternehmen und Kammern können sich als relevante Berufsbildungsakteure an der neuen Aktion zur Schaffung eines europäischen Netzwerkes von Zentren der beruflichen Exzellenz (CoVes) beteiligen. 2021 stehen insgesamt 44 Millionen Euro für die Förderung zur Verfügung.

EU-Bildungsprogramm Erasmus+ fördert die Entwicklung Beruflicher Exzellenzzentren

Die CoVes (Centres of Vocational Excellence) zielen darauf ab, qualitativ hochwertige berufliche Qualifikationen zu vermitteln sowie unternehmerische Aktivitäten und die Verbreitung von Innovationen zu unterstützen. Außerdem sollen sie als Wissens- und Innovationsdrehscheiben für Unternehmen und insbesondere KMU fungieren. So sollen sie eine Vielzahl lokaler Partner zusammenbringen, darunter Unternehmen, Kammern, Berufsschulen, Universitäten, Forschungszentren, Entwicklungsagenturen und Arbeitsvermittlungen. 

Gleichzeitig ist geplant, dass die CoVes mit Exzellenzzentren in anderen Ländern über internationale Plattformen zusammenarbeiten. Diese grenzüberschreitenden Berufsbildungskooperationen sollen sich durch ein gemeinsames Interesse an der Fachkräftesicherung spezifischer Sektoren wie unter anderem Luftfahrt, E-Mobilität, umweltfreundliche und kreislauforientierte Technologien, IKT und Gesundheitswesen auszeichnen. Außerdem sollen sie ein besonderes Augenmerk auf innovative Ansätze zur Bewältigung wirtschafts- und bildungspolitischer Herausforderungen legen. Dazu gehören unter anderem Klimawandel, Ressourcenabbau und -knappheit, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Integration von Migrantinnen und Migranten sowie die Weiterbildung von Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau.

Eine solche europäische Partnerschaft muss mindestens acht vollwertige Partner aus vier EU-Ländern beziehungsweise anderer Erasmus+-Programmländer (Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, Türkei) umfassen. Die Laufzeit eines solchen Projektes ist für vier Jahre vorgesehen und kann mit bis zu vier Millionen Euro gefördert werden. 2021 stehen insgesamt 44 Millionen Euro für die Förderung von CoVes zur Verfügung.

Weitere Informationen

Bewerbungen können bis zum 7. September bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) eingereicht werden.

Am 30. April informiert die EU-Kommission in einer Online-Informationsveranstaltung zur entsprechenden Erasmus+-Ausschreibung zu CoVes.  Darin sollen die Erasmus+-Fördermöglichkeiten für diese Initiative erläutert und auch Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Teilnehmern und potenziellen Projektbewerbern bekannt gegeben werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung kann über Web-Streaming besucht werden. Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie hier.

Weiterführende Informationen sind auch dem neuen Erasmus+-Programmleitfaden ab Seite 220 sowie der Website der EU-Kommission zu entnehmen.

(Quelle: Meldung des DIHK vom 26.04.2021)