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Bausteininhalte

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Neue Internettechnologien in der Ausbildung nutzen: Wikis, Weblogs und Podcasts

 

I. Einleitung und Ziel des Lernbausteins

Foto: Auszubildende am PC mit Ausbilder

Das Internet ist in den letzten 15 Jahren zu einem wichtigen Element im Leben vieler Menschen geworden. Auch aus der beruflichen Welt ist es nicht mehr wegzudenken. Jeder Betrieb betreibt eine eigene Internetseite, um das eigene Leistungsspektrum in Bild und Text zu präsentieren. Immer mehr Firmen vertreiben ihre Produkte über das Internet. Laufend entstehen neue kommerzielle Angebote, die erst durch die Medientechnologie des Internets möglich geworden sind. Das Internet, wie wir es alle heute kennen, hat viele Vorteile:

Was bedeutet es aber, wenn vom Web 2.0 die Rede ist, also vom Internet in der 2. Version? Was verbirgt sich hinter dem – oft erwähnten – großen Interesse, das z. B. Angebote wie MySpace, Flickr, YouTube oder die Online-Enzyklopädie Wikipedia bei breiten Bevölkerungsschichten hervorrufen? Und das weltweit, quer über soziale und geografische Grenzen hinweg.

 

Inhalt des Lernbausteins

Dieser Lernbaustein greift diese Entwicklung auf und zeigt erste Ansätze, wie die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 in der Berufsausbildung genutzt werden können. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf den drei vielseitig einsetzbaren Web 2.0-Technologien Weblogs, Wikis und Podcasts. Zu jedem dieser Medien wird ein Beispiel aus dem Kontext der Berufsausbildung analysiert und ansatzweise aufgezeigt, welche Bedeutung das jeweilige Medium für ausbildende Betriebe haben könnte. Ein „Stolperstein“ weist auf mögliche Probleme bei der Einführung oder beim Betreiben des jeweiligen Angebots hin, ein Glossar erläutert zentrale Begriffe. Abschließend werden weiterführende Links und Literaturtipps für das vertiefte Selbststudium gegeben und ein Fazit gezogen.

 

Zielsetzung

Ausbildungsverantwortliche sollen mithilfe des Lernbausteins und des zugehörigen Online-Seminars in die Lage versetzt werden, über die Einführung eines Weblogs, eines Wikis oder eines Podcasts in die eigene Ausbildungspraxis nachzudenken. Für anstehende Entscheidungen sollen zentrale Grundinformationen zur Verfügung gestellt werden. Im Online-Seminar werden einzelne Techniken getestet und das mögliche Einsatzspektrum gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen diskutiert.

 

 

II. Web 2.0 oder: Was sind neue Internettechnologien?

Grafik: Am 30. September 2005 schrieb Tim O'Reilly einen Artikel, der das Thema grundlegend erklärt. Die hier abgebildete Mindmap zeigt die Prinzipien des Web 2.0. Sie wurde von Markus Angermeier am 11. November 2005 veröffentlicht.

Vom Einbahn- zum Mitmachmedium

Seit der Jahrtausendwende hat sich die Internettechnologie rasant weiter entwickelt. Das herkömmliche Internet wurde bis zu diesem Zeitpunkt von vergleichsweise wenigen kommerziellen oder privaten Seitenbetreibern mit Informationen bestückt. Neue Technologien geben gegenwärtig immer mehr Menschen die Gelegenheit, vom passiven zum aktiven Internetnutzer zu werden. Das Web 2.0 macht das Internet vom Einbahnkommunikations-Medium zum Mitmach-Medium.

Glossar

 

RSS

Ein wesentliches Element der social software des Web 2.0 ist die Nutzung der RSS-Technologie. RSS ist die Abkürzung für Really Simple Syndication (wirklich einfache Verbreitung). Die Wikipedia ((http://de.wikipedia.org/wiki/RSS)) erklärt: „Ein elektronisches Nachrichtenformat, das es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Webseite – oder Teile davon – als sogenannte RSS-Feeds zu abonnieren oder in andere Webseiten zu integrieren“. Blogs, Tageszeitungen, Podcasts oder Wiki-Seiten lassen sich mit einer Feedreader-Software bzw. mithilfe eines speziellen Internetdienstes problemlos abonnieren. Es werden dann automatisch die Überschriften und ersten Sätze von neuen Nachrichten der abonnierten Internetseiten angezeigt, ohne dass die entsprechenden Seiten gezielt besucht werden müssen. Auf diese Weise kann sich jede/r Internetnutzer/in eine Art selbst zusammengestellter Zeitung nach den eigenen Interessen schaffen, die sich permanent selbst aktualisiert.

Wikipedia

Keiner kann es besser sagen, als die Wikipedia selbst: „Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Online-Enzyklopädie in mehreren Sprachversionen. Der Begriff Wikipedia ist ein Kofferwort und setzt sich aus ‚Encyclopedia’ (Englisch für Enzyklopädie) und ‚Wiki’ zusammen. Bestand hat, was von der Gemeinschaft akzeptiert wird. Bisher haben international etwa 285.000 angemeldete und eine unbekannte Anzahl von nicht angemeldeten Benutzern Artikel zum Projekt beigetragen. Mehr als 7.000 Autoren arbeiten regelmäßig an der deutschsprachigen Ausgabe mit. Das im Januar 2001 gegründete Projekt bezeichnet sich als ‚freie Enzyklopädie‘, weil alle Inhalte unter freien Lizenzen stehen (die Artikeltexte sind durchgängig unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation lizensiert, bei Bildern gibt es unterschiedliche Lizenzen). Diese räumen jedermann unentgeltlich das Recht ein, die Inhalte unter bestimmten Bedingungen – auch kommerziell – zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten. Betrieben wird Wikipedia von der Wikimedia Foundation, einer Neon-Profit-Organisation mit Sitz in Florida, USA. Die Artikelautoren sind jedoch unabhängig“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia, 19.07.2007).

Kommentar

Die Veröffentlichung der eigenen Meinung zu einem Beitrag in einem Weblog wird als Kommentar bezeichnet. Kommentare werden in einem entsprechenden Feld direkt auf der Internetseite eingegeben und per Mausklick unterhalb des Beitrags für alle Leser/innen sichtbar gemacht.

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