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Dienstag, 05.06.2012

Mediengestalter/in Digital und Print: Integration von Social Media Themen in die Ausbildung?

Social Media und Web 2.0 in den Kommunikationsabteilungen der Unternehmen immer gefragter


Das Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB hat eine Empfehlung erarbeitet: Social-Media-Themen sollen in die bestehende Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print integriert werden.


Social Media und Web 2.0 (Grafik: © morganimation - Fotolia.com)Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter 1500 Firmen haben inzwischen 10 Prozent aller Unternehmen Experten für das Web 2.0 eingestellt, und die Tendenz ist steigend. Denn Online-Netzwerke wie Facebook oder Xing, Informationsdienste wie Twitter oder Blogs und Video- und Foto-Communities wie Youtube oder Flickr werden immer beliebter als Kommunikationskanäle für Unternehmen. 
 
Die Firmen reagieren darauf, indem sie neue Stellen für diese Spezialisten schaffen.  Die sog. Social Media Manager sind Mitarbeiter der Kommunikationsabteilungen und haben sich ihr Wissen meist selbst angeeignet. Sie  koordinieren, steuern nicht nur die Kommunikation  für Unternehmen, sondern überwachen auch die Sicherheit und die Aktivitäten der eigenen Mitarbeiter in sozialen Online-Medien. Inzwischen findet man viele Kursangebote zum Social Media Manager auf dem Weiterbildungsmarkt. Zunehmend wird der Ruf nach einem eigenen Ausbildungsberuf oder einem Studium lauter.
 
Im Auftrag der Bundesregierung hat daher das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn untersucht, ob Social Media in bestehende Berufsbilder passen könnte oder ein eigener Ausbildungsberuf geschaffen werden sollte.
 
Das Ergebnis der Untersuchung wurde Ende März in Form einer Empfehlung der Bundesregierung überreicht. Die Wissenschaftler schlagen darin die  Integration der Social-Media-Themen in die bestehende Ausbildung zum/r Mediengestalter/in Digital und Print vor.  Der Bereich Social Media soll demnach an die neu zu erarbeitenden Wahlqualifikationen an den beiden Fachrichtungen „Beratung und Planung“ sowie „Gestaltung und Technik“ angeknüpft werden. Veränderungen an der bestehenden Ausbildungsstruktur des Ausbildungsberufes  seien nicht erforderlich. In welchem Umfang und mit welchen neuen Inhalten die Berufsausbildung zum Mediengestalter möglicherweise überarbeitet wird, ist zurzeit noch nicht bekannt.
 
Integration von Tätigkeiten aus dem Medienbereich in bestehende Ausbildungsberufe
Abschlussbericht
Bonn, 20. März 2012


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