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Mittwoch, 25.04.2012
Girls´Day 2012 - Zukunftstag für Mädchen
Der bundesweite Girls‘ Day am 26.04.2012 soll das Berufsspektrum der Mädchen – und inzwischen auch der Jungen – erweitern.
Betriebe, Hochschulen, Unternehmen, Forschungszentren und Sozialpartner in ganz Deutschland laden Mädchen dazu ein, vor allem technisch-naturwissenschaftliche Berufsfelder für sich zu entdecken. Bei den Mitmachangeboten stehen Spaß, Faszination und erste Einblicke in die berufliche Praxis im Vordergrund. "Wir wollen in diesem Jahr zeigen, dass es im Forschungsbereich viele spannende und interessante Berufsbilder mit Zukunft gibt - und zwar für Mädchen genauso wie für Jungen", betonte Schavan in einer Pressemeldung zum Girls' Day 2012. Er sei inzwischen nicht nur ein Erfolg in Deutschland, er ist Vorbild für ähnliche Aktionen in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern.
Die jährlichen Evaluierungen des Girls' Day durch die Bundesweite Koordinierungsstelle Girls' Day am Bielefelder Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. zeigen: Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen und Institutionen wächst kontinuierlich. Mit ihren Veranstaltungen haben sie bisher mehr als eine Million Mädchen erreicht, deren Bild und Einschätzung technischer Berufe sich zum Positiven verändert.
Auch für die Unternehmen, so das BMBF, ergibt sich ein Mehrwert, denn eine wiederholte Teilnahme am Girls' Day hat positiven Einfluss auf die Unternehmenskultur und führt zu mehr Gleichstellungsbewusstsein. Etwa 10 Prozent der Unternehmen haben mittlerweile junge Frauen eingestellt, die am Girls' Day teilgenommen haben.
Ungenutzte Potentiale sieht das Institut der deutschen Wirtschaft: Kauffrau und Arzthelferin sind immer noch die beliebtesten Ausbildungsberufe junger Frauen. Mädchen interessieren sich nach wie vor eher für Berufe, wie Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau und medizinische Fachangestellte. Anders sieht es dagegen bei männlichen Ausbildungsplatzbewerbern aus: Keiner der 20 Lieblings-Ausbildungsberufe der Jungen ist aus dem sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich.
Immer noch konzentrieren sich mehr als die Hälfte aller auszubildenden Mädchen bei ihrer Berufswahl auf nur zehn Ausbildungsberufe. Dabei wird laut einer Studie des Institut der deutschen Wirtschaft in vielen technischen Berufen, wie z.B. Elektroinstallateure, Rohrinstallateure, Fräser u.a. qualifizierter Nachwuchs dringend gesucht. Als einziger der 10 Berufe mit dem größten Bewerbermangel am Arbeitsmarkt wird nur die Ausbildung zur Krankenschwester von den jungen Frauen nachgefragt.
Auch beim Studium werden von den Mädchen Sprach- und Kulturwissenschaften bevorzugt (70 Prozent). Dagegen waren in Mathematik und Naturwissenschaften Wintersemester 2011/2012 nur 37 Prozent weiblich, in den Ingenieurwissenschaften nur 21 Prozent. Dabei beweise der PISA Leistungstest 2009 in mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern: Jungen und Mädchen sind in fast gleich clever.
Für Jungen ab der 5. Klasse findet parallel zum Girls'Day der Boys'Day - Jungen-Zukunftstag statt. Bundesweit laden Einrichtungen, Organisationen, Schulen und Hochschulen sowie Unternehmen Schüler ab der 5. Klasse ein. Sie lernen an diesem Tag Dienstleistungsberufe z. B. in den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege kennen sowie weitere Berufsfelder, in denen bislang wenige Männer arbeiten. Oder sie besuchen Angebote zu den Themen Lebensplanung und soziale Kompetenzen.
Weitere Informationen
Bundesweite Koordinierungsstelle
Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag
Boys'Day – Jungen-Zukunftstag
Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10
33602 Bielefeld
fon +49 521 106-73 57
fax +49 521 106-73 77
info@girls-day.de
http://www.kompetenzz.de
Aufruf zum Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag 2012
Institut der deutschen Wirtschaft: Ungenutzte Potenziale
BMBF Pressemitteilung 25.04.2012: Girls' Day macht Lust auf technische Berufe


