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Dienstag, 27.03.2012

Was tun gegen Fachkräftemangel im SHK Handwerk?

Im Sanitär- Heizung- und Klima-Handwerk gab es 2011 kaum Neueinstellungen. Es fehlt an geeigneten Bewerbern.


Die Online-Ausgabe des "SBZ - Das Fachmagazin für Betriebsinhaber und Führungskräfte" liefert in einem aktuellen Themenschwerpunkt Hintergründe zur Fachkräfte- und Lehrstellenmangel in dieser Branche und sucht nach Gegenstrategien.


Obwohl das SHK-Handwerk mit einem Gesamtumsatz von 35,64 Milliarden Euro in über 52500 Handwerksbetrieben den schon hohen Umsatz des Vorjahres noch einmal um eine Milliarde Euro steigern konnte, plagt die Branche massive Sorgen. Trotz der guten wirtschaftlichen Situation konnten im vergangenen Jahr die ausgelasteten Betriebe kaum Neueinstellungen vornehmen. Der Arbeitsmarkt gibt die Fachleute nicht her, die heute von den SHK-Unternehmen für die Installation einer immer anspruchsvoller werdenden Technik benötigt werden. Der Fachkräftemangel sei kein hausgemachtes Problem, so die Autoren des aktuellen Themenschwerpunkts "Fachkräftemangel". Die demografische Entwicklung reduziert Jahr für Jahr unbarmherzig die Anzahl an Schulabgängern. Dabei haben Auszubildende gute Zukunftsaussichten in diesem Handwerk, denn die zunehmende Vergreisung der Bevölkerung schafft volle Auftragsbücher durch Planung und Einbau barrierefreier Sanitäranlagen.
 
Die Konsequenz: Jeder SHK-Betrieb muss in dem Ringen um qualifizierte Auszubildende aktiv werden. In einem Interview zum Schwerpunktthema mit Manfred Stather, Präsident Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima, nennt dieser erste Maßnahmen: Der Zentralverband hat die Nachwuchsinitiative „Volles Rohr Zukunft“ ins Leben gerufen. "Mit dieser Kampagne wollen wir potenzielle Auszubildende schon in den Schulen erreichen, für unseren Beruf begeistern und unseren Betrieben zuführen." 
 
Ein Problem im Wettbewerb um die Rekrutierung von Auszubildenden sind die Ausbildungsvergütungen. Z.B. für den Anlagenmechaniker SHK erweisen sich diese als unterdurchschnittlich. Das belegt auch eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung. Ein ganzes Kapitel widmet die SBZ daher der Frage, ob und wieviel man an der Schraube der Ausbildungsvergütung drehen sollte.
 
Aufgezeigt werden in dem SBZ-Themenschwerpunkt auch "Gute Beispiele aus der Praxis". Sie sollen den Handwerksbetrieben Mut machen, auch ungewöhnliche Wege zu gehen und sich in Netzwerken zu organisieren. Das Ziel ist die Imageverbesserung des Handwerks, Ausbau der Berufsorientierung, Verbesserung der Ausbildungsreife und kontinuierliche Ausbildungsbegleitung. Beispielhaft wird ein Seminarworkshop für Auszubildende und Gesellen vorgestellt, der die jungen Menschen für die Aufgaben in der Branche motivieren soll, um Auszubildende und Jungmonteure an Unternehmen zu binden und zu halten.
 
Ein letztes Kapitel beschäftigt sich mit den Problemen bei der Ausbildung von Fachkräften aus nicht EU-Staaten und dem bisher nicht bestehenden Bleiberecht von qualifizierten Handwerkern und Fachkräften. An einem Fallbeispiel der Mergenthaler Zerweck GmbH aus Fellbach werden die Problemlage und die Hintergründe skizziert und wie man es dennoch geschafft hat, dass ein aus Simbabwe stammender, engagierter Nachwuchsmonteur im Unternehmen bleiben darf.


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Weitere Informationen

SBZ Das Fachmagazin für Betriebsinhaber und Führungskräfte
www.sbz-online.de
 
Telefon (0711) 63 67 28-45
E-Mail: sbz@sbz-online.de

Fachkräftemangel