Visualisieren mit Maps
Map ist das englische Wort für Landkarte. Hier wird es in der übertragenen Bedeutung genutzt und steht für „gedankliche Landkarte“. Landkarten helfen, sich zu orientieren. Deshalb wird für die Visualisierung mit grafischen Symbolen die Bezeichnung Maps bzw. Mapping gewählt. Die wahrscheinlich bekannteste Variante ist das Mind-Mapping. Dieses Werkzeug soll helfen, die eigenen Gedanken zu ordnen. Entsprechend kann man Maps insgesamt als Denkwerkzeuge bezeichnen. Für das Mapping gibt es inzwischen komfortable Software-Werkzeuge.
In der beruflichen Bildung lassen sich noch weitere Maps lernfördernd einsetzen. Vorgestellt werden hier folgende vier Maps:
Weil sich diese englischen Bezeichnungen zunehmend auch im deutschen Sprachraum durchsetzen, werden sie hier auch so verwendet.
Mit Maps Lernen und Arbeiten
Mind Maps
Mind Maps eignen sich vor allem zum Gliedern. Ausgehend von einem zentralen Thema werden alle Unterthemen in der Form von Ästen und Zweigen geordnet. Damit lässt sich ein Thema beliebig weit aufgliedern, soweit es der vorhandene Platz auf Papier oder Bildschirm zulässt.

Mind Maps sind strikt zweidimensional. Sie lassen nur die Aufspaltung in jeweils weitere Unterthemen zu. Sie eignen sich damit nicht nur für Gliederungen z. B. von Aufsätzen oder Büchern, sondern auch für die Planung von Aufgaben, die sich mit diesem Werkzeug „kleinarbeiten“ lassen. Entsprechend werden Mind Maps auch zunehmend zur Vorbereitung von Projektplanungen eingesetzt.
Software, mit der Sie Mind Maps erstellen können (Beispiel):
Freemind (Freeware)
Process Maps
Deutsche Bezeichnungen sind Ablauf- oder Flussdiagramme. Englisch wird auch die Bezeichnung „Workflow Maps“ genutzt. Bekannt geworden sind Process Maps vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung der Computer-Programmierung. Eine breite Anwendung finden sie heute aber auch im Qualitätsmanagement zur Beschreibung von Arbeitsprozessen.

Eine Prozessdarstellung als ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) beginnt und endet immer mit einem Ereignis.
Software, mit der Sie Process Maps erstellen können (Beispiel):
Dia Diagram Editor (Freeware)
Concept Maps
Die deutsche Bezeichnung ist Begriffsnetz oder auch semantisches Netz. Die deutschen Bezeichnungen betonen, dass es um das Knüpfen von Netzen geht. Dabei werden jeweils Begriffe durch einen Pfeil verbunden. In den Pfeil wird eine Beziehung der jeweiligen Begriffe zueinander geschrieben.

Concept Map und Semantic Web
Lernprogramm: Lernen mit Begriffsnetzen (Flash Animation)
Software, mit der Sie Concept Maps erstellen können (Beispiel):
c-map (Freeware)
Decision Maps
Decision Maps sind Entscheidungsbäume. Sie sollen beim Treffen von Entscheidungen helfen. Für Entscheidungsbäume gibt es unterschiedliche Visualisierungen. Gebräuchlich sind z. B. Mind Maps oder Organigramme.
Für die berufliche Bildung wird hier eine Darstellung vorgeschlagen, die sich an die Symbole eines Flussdiagramms mit der typischen Raute für Entscheidungen anlehnt. Die Raute erlaubt es, die Entscheidungsbedingungen als Frage zu formulieren.

Mit dieser Darstellung ist es möglich, Fachkenntnisse als Ziel-Bedingungen-Mittel-Einheiten abzubilden. Damit soll das Denken, Behalten und Erinnern in diesen Einheiten gefördert werden.
Entscheiden mit Ziel-Bedingungen-Mittel-Einheiten
Software, mit der Sie Decision Maps erstellen können (Beispiel):
Dia Diagram Editor (Freeware)
Mapping am PC
Alle hier vorgestellten Maps lassen sich gut mit Papier und Stift erstellen. Um die eigenen Gedanken zu ordnen, ist dies häufig einfacher als mit einem entsprechenden Programm am PC zu arbeiten. Es gibt dennoch drei Gründe, für das Mapping einen PC zu nutzen.
Gründe für das Mapping am PC



