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Mittwoch, 01.09.2010

Regierung: Viele Azubis brechen ihre Lehre im Hotel- und Gaststättengewerbe ab

Sehr viele Jugendliche brechen im Bereich Hotel- und Gaststättengewerbe ihre Ausbildung ab.


Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion "Die Linke" hervor.


Foto: Auszubildender in einer Grossküche

Demnach haben im Jahr 2008 45,3 Prozent der Auszubildenden als Koch/Köchin ihren Vertrag gelöst, 43,8 Prozent der angehenden Hotelfachmänner/–frauen, 42,4 Prozent der Restaurantfachmänner/-frauen, 34,6 Prozent der Fachkräfte im Gastgewerbe, 33,7 Prozent der Fachmänner/-frauen für Systemgastronomie und 26 Prozent der Hotelfachkaufmänner/-frauen.
 
Im Jahr 2008 habe das Durchschnittsalter der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag bei 19,7 Jahren gelegen, schreibt die Regierung weiter. In dieser Größenordnung habe auch das Durchschnittsalter der Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag in den Berufen Koch/Köchin (19,7), Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (19,8) und Hotelfachmann/Hotelfachfrau (19,8) gelegen. Die Durchschnittsalter für die Berufe Fachkraft im Gastgewerbe (20,0), Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie (20,8) und Hotelkaufmann/Hotelkauffrau (21,0) seien etwas höher ausgefallen.
 
Laut Bundesregierung hat das BMAS die Länder um Stellungnahme zu Verstößen gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) bei der Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe gebeten. Die Abfrage habe ergeben, dass eine Darstellung der Anzahl der Verstöße die Jahre 2001 bis 2010 aufgeschlüsselt nach Ausbildungsberufen und Bundesländern nicht möglich ist, heißt es in der Antwort. Entsprechende Statistiken würden in den Ländern flächendeckend nicht geführt. Auch aus den allgemeinen Ausführungen der Länder lasse sich kein einheitliches Bild über Verstöße im Hotel- und Gaststättengewerbe ableiten, schreibt die Regierung.

 


[Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundestags Arbeit und Soziales/Antwort - 31.08.2010]


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Antwort der Bundesregierung (17/2753) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/2528)



Kommentare

Von: Piet
29.09.2010 - 08:08

Das sind ja erschreckende Quoten für Ausbildungsabbrüche.
Die Frage nach den Ursachen bleibt allerdings größtenteils unbeantwortet.

Hier besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf!


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