4-Stufen Methode -kaufm. Bereich?
Hallo,
wenn Sie sich die Mühe machen und in diesem Forum mit dem Stichwort 4-Stufen-Methode auf die Suche gehen, werden Sie herausfinden, wie oft wir diese Thematik bereits diskutiert haben.
Die Frage lässt sich nicht grundsätzlich beantworten. Jede zuständige Prüfungskammer und dort nicht selten jeder Prüfungsausschuss hat dazu eigene Vorstellungen. Es gibt Ausschüsse, die diese Methode über alles stellen, und es gibt solche, die auf die 4-Stufen-Methode eher indigniert reagieren. Also, fragen Sie erst einmal nach, was bei Ihrer Prüferkammer erwartet wird.
Dann gilt es zu entscheiden, ob Sie Ihre Ausbildungssituation lieber praktisch durchführen oder präsentieren wollen. Auch hier sind die Möglichkeiten nicht bei allen Kammern gleich.
Schließlich müssen Sie in einer didaktischen Reduktion das Thema in Lernziele umwandeln. Wenn Sie dabei zum Ergebnis kommen, dass Sie mit dem korrekten Ausfüllen einer Banküberweisung zufrieden sein wollen, dann bietet sich die 4-Stufen-Methode an. Sie laufen aber Gefahr, dass der Prüfungsausschuss auf ein solches dünnes Brett ungnädig reagiert.
Wenn Sie aber darüber hinaus die Überweisung als ein Zahlungsmittel auch kognitiv und vor allem auch affektiv erschließen wollen, dann sollten Sie eine andere Methode wählen, z.B ein Lehrgespräch. In dessen Rahmen können Sie das schlichte Ausfüllen der Überweisung durchaus einmal demonstrieren und erklären und sogar nachmachen lassen. Aber das darf dann nicht im Mittelpunkt stehen.
In meinem Buch zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung habe ich ein Beispiel zu diesem Thema veröffentlicht. Näheres dazu finden Sie auf meiner website (www.adalbert-ruschel.de) oder direkt beim Verlag unter www.kiehl.de
Mit freundlichen Grüßen
Adalbert Ruschel
Adalbert Ruschel
Professor i.R. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Autor und Ko-Autor von Büchern und Buchbeiträgen zur beruflichen Bildung
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