Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Lösung für Problemazubi gesucht.

  1. #1
    Registriert seit
    21.01.2011
    Beiträge
    4

    Frage Lösung für Problemazubi gesucht.

    Guten Morgen nochmal,

    ich habe schon berichtet, dass wir große Probleme mit unserem Azubi (EQJ) haben - sie zeigt Desinteresse, ist patzig (zu Mitarbeitern & Kunden!), erledigt die Aufgaben unzureichend und versteht meiner Meinung nach nicht kompliziertere Zusammenhänge.

    Wir haben ihr eine Chance geben wollen, da sie keine Ausbildung bekommen hatte und mir zu dem Zeitpunkt die Idee mit dem EQJ noch ganz gut vorkam.

    Jetzt habe ich schon öfter mitbekommen, dass das Mädchen aus einem sozialschwächerem Umfeld kommt (-> das war mir schon zu Beginn klar, aber nicht das ausmaß). Auf die genauen Probleme in ihrer Familie möchte ich sie nicht direkt ansprechen.

    Ich bin jetzt am überlegen, inwieweit ich die Tatsache bei ihrer Beurteilung berücksichtigen sollte. Für seine Herkunft kann niemand was, aber mir gehen bestimmte Verhaltensweisen so dermaßen gegen den Strich, dass ich häufig kurz davor bin, ihr richtig meine Meinung zu sagen. Es ist aber nicht tragbar, das Kunden mit "Alter" angesprochen werden! Ich weiß,dass ich das Thema ganz behutsam ansprechen muss, nur weiß ich nicht wie?

    Vielleicht habt ihr eine Idee, wie ich am besten Zugang zu ihr finde und ihr ohne Ungerecht zu werden, zu verstehen gebe, dass "Gossenverhalten" absolut nicht geht!

    Ich möchte nochmal betonen, dass ich der letzte bin, der sich über sozialschwächere auslässt, nicht dass das hier falsch verstanden wird. Es ist für mich nur eine selbstverständlichkeit, dass man in vernünftiger Weise miteinander umgeht.

  2. #2
    Registriert seit
    09.04.2010
    Beiträge
    2

    Standard

    Hallo Nickel,
    ich habe hier bei uns auch eine Auszubildende, die sich etwas mehr oder weniger "daneben" benimmt. Ich führe REGELMÄßIG (1x im Monat, aber kann man ja bei Bedarf auch öfter tun, sollte es nur nicht übertreiben) Gespräche mit ihr, unter 4 Augen. Wir haben ein Beurteilungsheft, wo sie sich selbst einschätzt und wir sie als Betrieb, in vielen Punkten wie. z. B. Geschicktlichkeit, Umsetzung neue Lerninhalte, Arbeitsqualität, Team- und Kritikfähigkeit und der Umgang mit Kunden, Vorgesetzten und Kollegen. Wir besprechen, ihre und unsere Einschätzung und begründen warum. Ich sage ihr genauso, was sie gut macht (das stärkt ihr Selbstbewusstsein) und was nicht, damit sie die Chance bekommt, es besser zu machen. Es geht nicht darum, sie einzuschüchtern, sondern ihr einen Weg zu zeigen. Sie erzählt mir aber auch, was sie auf dem Herzen hat, denn das finde ich genauso wichtig. Sie hat sonst niemanden mit dem sie reden kann, natürlich sprechen wir nicht stundenlang darüber, schließlich haben wir beide auch noch anderes zu tun.
    In diesem Beurteilungsheftchen wird auch noch vereinbart, was bis zum nächsten Gespräch das Ziel ist und die nötigen Schritte zum Erreichen dieses Ziels. Wir unterschreiben diese "Vereinbarung" sogar. Wurde schon mal mit eurer Auszubildende ein Gespräch geführt? Es geht ja auch darum, vertrauensvoll miteinander umzugehen, schließlich sucht man ja nach einer Lösung...
    Ich hoffe, ich konnte etwas helfen!

  3. #3
    Registriert seit
    03.02.2009
    Beiträge
    6

    Standard Mögliche Lösung für Problemazubi

    Als Regionalkoordinator von VerA (siehe www.vera.ses-bonn.de) kann ich nur darauf hinweisen, dass über VerA Ausbildungsbegleiterinnen bzw. -begleiter zur Verfügung stehen und sich um einen solchen Fall ehrenamtlich kümmern würden, wenn es denn gewünscht wird.
    Horst Schumacher

  4. #4
    Registriert seit
    01.01.2012
    Ort
    Bornheim
    Beiträge
    11

    Standard AW: Lösung für Problemazubi gesucht.

    Wie ist es denn ausgegangen mit der Auszubildenden ?

    Grüße
    Peter Nolte

  5. #5
    Registriert seit
    06.03.2013
    Beiträge
    5

    Standard AW: Lösung für Problemazubi gesucht.

    Den Ansatz von Poldi2010 finde ich sehr gut. Man muss aber aufpassen, das dieses Instrument auch ernst genommen wird. Ich kann mich an Betriebe erinnern, da wurde das regelmäßige Mitarbeitergespräch als willkomme Pause betrachtet, weil man in der Zeit nicht arbeiten musste. Erkenntnisse oder gar Änderungen hat das nicht gebracht

  6. #6
    Registriert seit
    06.05.2013
    Beiträge
    5

    Standard AW: Lösung für Problemazubi gesucht.

    Nun ja, aber es wäre ja schön, wenn man auch selbst handeln könnte. Habt ihr denn inzwischen irgend etwas probiert? ich weiß, dass ich selbst bei solchen Auszubildenden auch ratlos wäre. Darf ich fragen, warum du ihr nicht auch einfach mal die Meinung gesagt hast? Meinst du nicht, dass euer Gespräch dann auf einer ehrlicheren Basis abgelaufen wäre?
    Liebe Grüße
    „Man liebt das, wofür man sich müht, und man müht sich für das, was man liebt.“

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •