Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich schon durch das Forum gelesen und es scheint mir ja doch so zu sein, dass der Großteil hier schon Erfahrungen mit Azubis hat. Ich soll im August meinen allerersten Azubi bekommen und daher möchte ich Ihnen gerne meine Situation / Fragen schildern und hoffe, dass Sie mir den einen und einen Rat geben können. Ich bedanke mich im Voraus bei allen, die sich die Zeit nehmen und meinen Artikel zu lesen.

Aber nun werde ich mich erst mal vorstellen.

Ich bin 26 Jahre alt, weiblich, habe meine Ausbildung auf Bürokommunikationskauffrau Juni 2006 mit gutem Erfolg beendet und arbeite nun seit 1,5 Jahren in diesem Betrieb. Unsere Aufgabe besteht darin, Reinigungsprodukte zu vertreiben.

Anfang des Monats eröffnete mir mein Chef die Nachricht, dass wir im August einen Auszubildenden einstellen werden und ich die Ausbildung leiten soll.

Das war natürlich erst mal ein Schock, doch nachdem ich das habe sacken lassen, habe ich mich über die bevorstehende „Beförderung“ gefreut, zumal er sagte, dass ich ihn dann viel besser unterstützen könnte und der Azubi dann nach und nach meine Aufgaben übernehmen soll und mich eher um kreativere Sachen kümmern soll.

Und ich finde, dass nach 1,5 Jahren ist doch schon mal ein Vertrauensbeweis und eine Anerkennung meiner bisher geleisteten Arbeit.
Oder wie sehen Sie das?

Danach habe ich mich erst mal schlau gemacht wegen der Ausbilderprüfung und mich dann auch prompt angemeldet, so dass ich Mitte August 2010 den Lehrgang mitmachen werde.
Gleichzeitig habe ich mich mit der IHK in Verbindung gesetzt, wo dann auch 2 Tage später der zuständige Mitarbeiter bei uns im Betrieb war und er mit mir alles durchgesprochen hat, was ich noch benötige (betrieblicher Ausbildungsplan usw.).

Einige Tage später habe ich bei der Agentur für Arbeit das Stellenangebot freigeschaltet und es kamen auch innerhalb von 9 Tagen 8 Bewerbungen. Ist nicht wirklich viel oder?

Naja die Hälfte davon war …Entschuldigung …Schrott

Jetzt habe ich noch 4 Bewerberinnen, die mir eigentlich ganz gut gefallen, die nach dem Urlaub auf jeden Fall kennenlernen möchte.

Natürlich habe ich mir schon die entsprechenden Fragen, die mir wichtig sind, aufgeschrieben und auch einen kleinen Einstellungstest konzipiert, den ich dann spontan mit den Bewerbern machen will.
Auf Anraten der IHK möchte ich die Bewerber auf jeden Fall mal 2-3 Tage Probe arbeiten lassen kommen.

Jetzt stellen sich mir nach und nach immer mehr Fragen, wie

- Was ist, wenn keiner der Bewerber geeignet ist?
- Welche Aufgabe kann ich in den Probentagen geben um zu testen, ob der Bewerber geeignet ist?
- Ist die Zeit des Probearbeitens ausreichend?
- Wie führe ich den Azubi am besten in das Tagesgeschäft ein?
- Was kann ich tun damit er sich nicht langweilt?

Ich habe nicht direkt Angst vor der Aufgabe. Nein Angst kann man das wirklich nicht nennen.
Vielleicht ist es diese Ungewissheit, was da wohl kommen mag.

Ich bin selbstbewusst genug und ich weiß was ich kann. Zumal mein Chef hinter mir steht. Und ich das allererste Mal alles allein entscheiden darf (Bewerberauswahl usw.) und das erste Mal in meinen Leben die Rolle eines Vorgesetzten haben werde.

Das ist alles sehr spannend.

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit
Mit freundlichen Grüßen
dammi83